Das vielseitig verwendbare sowie günstige Palmöl wird von Jahr zu Jahr immer nützlicher in den Branchen und befindet sich in etwa jedem zweiten Supermarktprodukt. Es versteckt sich in Süßigkeiten bis hin zu Waschmitteln und Kosmetika. Des weiteren fließt fast die Hälfte des Palmöls in Biosprit. Eine Studie zeigte, dass etwa acht Millionen Autos die Nahrung von zwei Millarden hungernden Menschen auffressen.

Durch die Palmölplantagen verloren Orang-Utans ihren Lebensraum, die indigene Bevölkerung wurde brutal vertrieben oder arbeitet jetzt zwanghaft für einen Hungerlohn auf den Plantagen, um ihre Familien ernähren zu können.

Ihre Fläche, die sie früher für ihren Reisanbau nutzten, um sich damit ausreichend ernähren zu können, ist nun mit Palmöl besetzt. Die Plantagen verdrängen somit den lokalen Anbau von Nutzpflanzen und dadurch auch die Nahrungsquelle der Einwohner.

Gnadenloser Raubbau an Mensch und Natur

„Es ist wie, als würde unsere Mutter sterben“ sagte Din Perulak, Oberhaupt Orang Rimba Sumatra, in einem Interview von Arte. Er muss mit ansehen wie sein Lebensraum von Tag zu Tag kleiner wird, ohne dies irgendwie ändern zu können. Protestanten, darunter meist Ehemänner sowie Väter, die ihr berechtigtes Land nicht ohne zu zögern hergeben wollten, wurden ins Gefängnis gebracht. Polizisten bewachen, um solchen "Komplikationen“ ausweichen zu können, die meisten Gebiete.

Da das Palmöl dem Boden immer die gleichen Nährstoffe entzieht, muss künstlich gedüngt und Pestizide eingesetzt werden, um die Produktion aufrecht erhalten zu können.

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Das meistbenutzte und in der EU verbotene Herbizid Paraquat soll zwar junge Palmölpflanzen schützen, ist jedoch schädlich für die Arbeiter, welche es auf das Feld versprühen. Kaum einer der Angestellten trägt einen dafür einigermaßen geeigneten Ganzkörperanzug. Sie spülen die leeren Herbizid Behälter im Fluss aus, was weitere Ökosysteme sowie Trinkwasser vergiftet, wodurch viele Menschen an Übelkeit, Haut- und Atemwegskrankheiten leiden.

Gigantische Vernichtung der Urwälder

Außerdem gelangt Kohlenstoffdioxid und weitere klimaschädliche Gase, durch Brandrodung und Abholzung (um Fläche für die Plantagen zu schaffen) in die Atmosphäre. Etwa zwei Millarden Tonnen Kohlenstoffdioxid werden jährlich durch Urwaldzerstörung freigesetzt. Indonesien ist auf dem Sprung der höchste Erzeuger von Palmöl zu werden.

Inzwischen gibt es Palmölplantagen mit zwölf Millionen Hektar, das entspricht etwa einem Drittel der Bundesrepublik Dutschlands. Der Masterplan der verschiedenen Konzerne ist es, eine Fläche von 26 Millionenhektar, was etwa der Fläche Großbritanniens entspricht, in Monokulturen umzuwandeln.

Alle zwei Sekunden wird heute weltweit eine Waldfläche in der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt. Die Weltproduktion liegt bei mehr als 60 Millionen Tonnen jährlich. Palmöl beinhaltet große Mengen gesundheitsschädlicher Fettsäureesther, welche das Erbgut schaden sowie Krebs verursachen können.

Und das alles nur, um günstiges Öl herstellen zu können. #Mord #Klimawandel #Umwelt