Schon seit Monaten protestieren Tierschützer und rufen die Fifa zu Hilfe. Offensichtlich vergeblich, wie neue, nicht bestätigte, Informationen aus Russland zeigen sollen. Die "Frankfurter Rundschau" meldet einen "Hundekrieg". Es fände ein "Vernichtungsfeldzug" gegen streundende Tiere statt. Im Wesentlichen handele es sich dabei um Katzen und Hunde. Wie grausam diese Säuberung ist, zeigt die Frankfurter Rundschau am Beispiel "Jekatarinenburg" auf. Dort sollen demnach 4500 Tiere gefangen werden, davon sollen 4050 den Tod erleiden. Überleben dürfen nur gutmütige gesunde Tiere. Die werden geimpft und erhalten 20 Tage, in denen für sie ein neuer Besitzer gefunden werden muss.

Ansonsten müssen auch sie sterben.

Blutbad für den Fußball?

Unter dem Hashtag #bloodyFIFA2018 laufen die Tierschützer in den sozialen Medien Sturm. In einer Internet-Petition zu dem Thema heißt es: "Staatsbedienstete töten Tiere um ,Sicherheit und einen guten Aufenthalt' und ,ein gutes Image' für die Besucher aus allen Länder zu garantieren."

Die künftigen Besucher müssen den Veranstaltern, nach Auffassung der Tierschützer, ganz schnell klarmachen, dass sie diese "Säuberungsaktionen" nicht wollen und nicht akzeptieren. Gelder, um die Tiere zu versorgen, gebe es nicht, dagegen würde für ihre Vernichtung ganz tief in die Tasche gegriffen, monieren die Tierschützer. Das würde unter anderem dazu führen, dass manche Hundekiller mit den Leichen von Ort zu Ort fahren um mehrfach den Todeslohn zu kassieren.

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Millionen fürs Töten?

Die Tierschützerin Ekatarina Dmitriewa hat bei Change.org eine Internetpetition ins Leben gerufen, die schon von über 1,6 Millionen Menschen unterzeichnet wurde. Sie kritisiert, dass es in Russland kein nachhaltiges, funktionierendes System für die Unterbringung und medizinische Versorgung von Straßentieren gebe. Dagegen würden für die Tötungen wahre Unsummen ausgegeben. Aktuell sollen es, laut den Tierschützern stolze zwei Millionen Euro sein, die für die Tötung der Tiere aufgewendet werden sollen.

Gelder, die im Tierschutz wesentlich besser und nachhaltiger angelegt wären, so die Argumente der Tierschützer. Die Tiere würden sowieso nicht in Massen in Sportstätten und Stadien eindringen. Die Tierschützer fordern: "Lösen Sie alle auftretenden Probleme auf zivilisierte und menschliche Art und organisieren Sie diese Weltmeisterschaft ohne unschuldige Opfer. Machen Sie diese Welt zu einem sicheren und freundlicheren Ort, auch für die Wesen, die uns dienen und die uns vertrauen."

Ansonsten fordern die Tierschützer die Regierungen der anderen Länder dazu auf, die Fußball-Spiele in ein Land zu verlegen, in dem "die Tiere Rechte und zumindest ein Recht auf Leben" hätten.

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