Mysteriöser Sonderzug in China

Bereits am Montag rollte ein ein mysteriöser Zug in Chinas Hauptstadt aus Nordkorea ein. Gesichtet wurde er auch am Montag in der chinesischen Stadt Dandong, einer wichtigen Grenzstadt zum Nachbarstaat Nordkorea. Beide Länder verbindet eine Eisenbahnbrücke, die über den Fluss Yalu führt. Mittlerweile soll er schon wieder aus der Stadt gerollt sein und sie schon wieder verlassen haben. Dieser außerplanmäßige Zug mit 21 grün-gelb lackierten Waggons erinnerte sehr stark an jenen gepanzerten Zug, mit dem Kim Jong-uns Vater, King Jong-il, des Öfteren ins Ausland reiste. Das gab Anlass für viele Spekulationen auf internationaler Ebene.

Gerüchte über Besuch aus Nordkorea in China

Es kursieren verschiedene Videos im Netz, die diesen Sonderzug zeigen. Dabei wird er stark von der Polizei abgeschirmt und im Konvoi bis zum Gelände des offiziellen Gästehauses der chinesischen Regierung begleitet. Die Sicherheitsvorkehrungen in Peking waren deutlich höher als sonst. Von chinesischer Seite gab es allerdings keinerlei Bestätigung eines offiziellen oder inoffiziellen Staatsbesuches aus Nordkorea. Sie hält sich recht bedeckt und verwies auf eine eventuelle Stellungsnahme zu gegebener Zeit.

Diplomatisches Tauwetter?

Die Vermutung und Spekulation geht dahin, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un persönlich china besucht haben könnte. Sollte es so gewesen sein, wäre dies seine erste Auslandsreise seit der Machtübernahme nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2011.

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Dass es in den letzten Jahren zu keinen Treffen dieser beiden Staaten kam, lässt auf Spannungen in der vergangenen Zeit schließen. Hatte Kim doch alle Einladungen des einst so eng Verbündeten bisher ausgeschlagen. Nach der Bekanntgabe Donald Trumps, dass er bereit wäre sich mit Kim Jong-un zu treffen, könnte es sein, dass sich China ausgeschlossen fühlt. Bei einem Atomkonflikt des Nachbarlandes, würde auch China davon betroffen sein. Der Besuch könnte also viele Gründe haben.

Südkoreanische Medien sehen auch die Möglichkeit darin, dass Kim Jong-uns Schwester Kim Yo-jong im Zug gesessen haben könnte, die schon bei den Olympischen Spielen als seine Botschafterin bei dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in auftrat. Allerdings liegt diese Möglichkeit nur innerhalb des Rahmens vieler unbegründeter Vermutungen.

Die Hoffnung der Welt liegt darin, dass internationales Tauwetter nach einer politischen Eiszeit anbricht.