Überraschende Wende in Nordkorea

In der politischen Eiszeit zwischen Nord- und Südkorea tritt Tauwetter ein. Die Ereignisse in Ostasien überschlagen sich mit einem nordkoreanischen Gesprächemarathon. Worauf die Welt seit Jahren wartete, wird innerhalb von Wochen nachgeholt.

Nordkorea überraschte schon mit dem Besuch des Staatschefs Kim Jong-un in China, nun auch noch mit der Nachricht zur Bereitschaft eines historischen Gipfeltreffens mit Südkorea. Nach jahrelanger Isolierung wird eine diplomatische Annäherung zum Nachbarn Südkorea gewagt. Die Gespräche zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jaen-in und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un sollen am 27.

April diesen Jahres im Grenzort Panmunjom stattfinden. Südkorea möchte vor allem die Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen und den schrittweisen Abbau des nordkoreanischen Atomprogrammes zur Sprache bringen. Das Schlagwort heißt nun „Denuklearisierung“. Die Bereitwilligkeit dazu hat Nordkorea schon beim Besuch in China geäußert. Das Land überrascht zusätzlich mit einem geplanten Treffen des nordkoreanischen Diktators bis Ende Mai mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Auch Japan ist an Gesprächen mit Kim interessiert und bot ein Gipfeltreffen an.

Nordkoreanischer Besuch in China

Zum Wochenbeginn hatte Kim überraschend die chinesische Hauptstadt Peking besucht. Da diese Reise geheim gehalten wurde, kamen viele Spekulationen diesbezüglich auf. Die Presse berichtete nur über einen gepanzerten Zug, der die Grenze von Nordkorea nach China passierte und in Peking ankam.

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Nach zwei Tagen voller Gerüchte und Mutmaßungen, wurde Kims Visite in China von Nordkorea offiziell bestätigt. Trotz einigen Spannungen zwischen beiden Ländern, gehört China noch zu den engeren Verbündeten des Landes. Kim holte sich die nötige Rückendeckung und Unterstützung von China für die zukünftigen Gespräche mit dem Ausland.

Koreas Geschichte

Seit 1948 ist Korea in zwei Staaten aufgeteilt. Es gibt zum einem die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) und die Republik Korea (Südkorea). Es sind Parallelen wie zur historischen Trennung Deutschlands in DDR und BRD erkennbar. Beide koreanischen Länder verbindet eine gemeinsame Geschichte, Kultur und Sprache. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Korea von Japan unabhängig und es kam durch die Besatzungsmächte Sowjetunion und USA aufgrund der konkurrierenden politischen Systemen zur Teilung. Der Koreakrieg von 1950 bis 1953 festigte die Teilung und es kam zu zwei unabhängigen Staaten mit unterschiedlichen politischen Ideologien. Die Grenze durch Korea teilte nicht nur das Land, sondern auch Familien. Bis heute hält der politische Konflikt an.