Menschen, Tiere und Pflanzen geben CO2 ab, welches von den Pflanzen wieder aufgenommen und in Sauerstoff umgewandelt wird. Dies ist ein eigentlich stabiler Kreislauf. Durch den Bau von Fabriken, Autos usw., brachte der Mensch diesen Kreislauf aber durcheinander. Das überschüssige Kohlenstoffdioxid lagert sich in der Atmosphäre ab und sorgt so dafür , dass Wärme nicht mehr von der Erde entweichen kann. Es entsteht der Treibhauseffekt. Durch dieses Phänomen entstehen auf Dauer zu viele Probleme, als dass der Mensch sie alle lösen kann. Deswegen wurde 2015 auf der Pariser Klimakonferenz beschlossen, dass die weltweite Erderwärmung auf maximal Zwei-Grad-Celsius begrenzt werden soll.

Wie aber kann man diese Ziele erreichen, wie kann man die Erde „reparieren“?

Eine Lösung hierfür ist Geoengineering. Das Wort klingt erst einmal komplizierter als es ist und ist relativ leicht zu erklären. Geoengineering beschreibt einen technischen Eingriff des Menschen in die biogeochemischen und geochemischen Kreisläufe der Erde. Der Mensch benutzt also die technischen Mittel die ihm zur Verfügung stehen, um in Kreisläufe wie der Herstellung von Sauerstoff einzugreifen.

Carbfix

Carbfix ist ein Verfahren, welches schon vor Millionen von Jahren von der Natur selbst auf ähnliche Art und Weise genutzt wurde. Damals wurde Kohlenstoffdioxid, welches jetzt in tausenden Metern Tiefe liegt, an Gestein gebunden. So wurde es möglich, dass Leben auf der Erde entsteht. Ein ähnliches Verfahren machen sich Forscher jetzt in Irland zu nutze.

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Das dort stehende Geothermalkraftwerk „Hellisheiði“ hat einen gewaltigen CO2 Ausstoß von mehreren tausend Tonnen. Um die Belastung für die Umwelt zu reduzieren haben Forscher das oben schon genannte Carbfix Verfahren entwickelt. Das Kohlenstoffdioxid wird zusammen mit Wasser in 500m Tiefe gepumpt und bindet sich mit dem dort lagernden Basalt, es gelangt also nicht in die Atmosphäre. Dieses Verfahren ist aber nicht überall möglich, da verschiedene Voraussetzungen gegeben sein müssen, um das Kohlenstoffdioxid zu binden. Die Methode kann also nur ganz begrenzt angewendet werden und liefert noch keine Lösung für z.B. das Problem der Autoabgase.

Algen

Entgegen des weit verbreiteten Gedankens, dass der Großteil unseres Sauerstoffes aus den Regenwäldern kommt, wird dieser tatsächlich von den Algen in Meeren und Seen produziert. Kieselalgen z.B. benötigen Eisen um sich bilden zu können. Davon gibt es aber im Südpolarmeer z.B. viel zu wenig, man müsste den Ozean also düngen. Ein Forschungsteam hat sich dies zur Aufgabe gemacht und mehrere Tonnen Eisen in das Meer gekippt.

Die Algenpopulation hat sich so in kürzester Zeit verfünffacht. Es wurde also mehr CO2 aus der Umgebung aufgenommen und mehr Sauerstoff in die Umgebung abgegeben. Zusätzlich nehmen die Algen das Gas, welches sie schon aufgenommen haben wenn sie sterben, mit auf der Meeresgrund und geben es nicht wieder ab. Aber sollten die Menschen es sich wirklich so einfach machen? Sollte man das Problem wirklich lösen können indem man Eisen in das Meer kippt ? Viele sagen, dass Menschen sich eine viel zu einfach Lösung mit dieser suchen würden. Zudem wäre die Gefahr zu groß, dass der Nachschub unterbrochen wird. So wäre es z.B. im Falle eines Kriegsausbruches möglich, dass das gesamte System kollabiert, da es nicht mehr genug Nachschub gibt. Auch die Umwelt würde durch das Kippen von Eisen in den Ozean geschädigt werden. Es würde das Ökosystem ins Ungleichgewicht bringen und damit viele Arten gefährden. Auch völkerrechtlich ist das Düngen des Ozeans verboten.

David Keith

Keith denkt in viel größeren Maßstäben. Er hat vor, einen Ballon aufsteigen zu lassen, welcher eine chemische Substanz freisetzt. Diese soll Teile des Sonnenlichts reflektieren. Ein Ballon alleine hätte natürlich keinen großen Effekt, jedoch hat Keith vor viel mehr dieser Ballons aufsteigen zu lassen und damit die gesamte Erde zu kühlen. Er möchte also dem Treibhauseffekt entgegenwirken. Ein Großteil der Forscher halten diesen Plan für verrückt, Keith selbst jedoch ist sich sicher, dass Projekte wie seines eine gute Lösung für bisher unlösbare Probleme sind. Bis dieses Vorhaben realisierbar ist, muss aber noch sehr viel passieren.

Wie genau kann man die Probleme der Welt also lösen ? Eine direkte Antwort dafür gibt es noch nicht. Natürlich ist es wichtig z.B. Kohlekraftwerke oder einen Großteil der Verbrennungsmotoren abzuschaffen, eine gute Alternative dafür gibt es bisher aber noch nicht, da vieles sehr teuer ist. Man muss sich also Möglichkeiten suchen, welche uns helfen Probleme zu lösen und keine neuen Probleme erschaffen. Es ist also wichtig weiter zu Forschen und bessere Möglichkeiten zu finden.