Die SPD ruft nach Franziska Giffey

Der SPD überraschte bei der Kabinettsbesetzung mit neuen Gesichtern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einigten sich die ostdeutschen SPD-Landesverbände, dass Franziska Giffey Bundesministerin werden soll. Ihr Arbeitsbereich soll Familie oder Arbeit/Soziales umfassen. Die SPD legt Wert darauf, ostdeutsche Präsenz bei den sechs ihnen zustehenden Ministerposten zu zeigen, da die Partei gerade dort unter anderem auch durch die AfD Federn lassen musste. Während sich die SPD bei der Bundestagswahl im Osten gerade mal 14,3 Prozent erkämpften, lag die AfD locker bei 22,5 Prozent der Stimmen. Die offizielle Ministerbesetzung soll allerdings erst am Freitag beschossen und verkündet werden.

Solange wird es noch viele Spekulationen geben. Giffey hat sich bisher noch nicht zu diesem Thema geäußert.

Wer ist Franziska Giffey?

Franziska Giffey wurde 1978 in Frankfurt (Oder) geboren. Nach dem Abitur nahm sie ein Lehramtsstudium der Fächer Englisch und Französisch an der Humboldt-Universität zu Berlin auf, das sie wegen gesundheitlicher Probleme abbrach. Daraufhin absolvierte Franziska Giffey ein Studium zur Verwaltungswirtin. Nach dem Studium arbeitete sie im Büro des Bezirksbürgermeisters Treptow-Köpenick in Berlin. Anschließend war sie für den Bezirk Neukölln in Berlin Europabeauftragte. Weitere öffentliche Ämter, die sie vertrat, waren Bezirksrätin für Bildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirks Berlin-Neukölln und schließlich Bürgermeisterin des Bezirkes Neukölln.

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Seit 2007 ist sie Mitglied der SPD. Nach dem Beitritt in die Partei, wurde sie von der SPD-Neukölln zur Kreiskassiererin gewählt. 2014 trat Franziska Giffey die Nachfolge von Fritz Felgentreu, der nach zehnjähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte, als Kreisvorsitzende der SPD Neukölln an.

Neukölln

Wer es schafft, sich in Neukölln durchzusetzen, schafft es auch auf Bundesebene. Hat sich Neukölln doch einen Ruf als Problem-Bezirk gemacht, den fast jeder in Deutschland aus der Presse kennt. Vom Berliner Senat wurden Teile Neuköllns als Gebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf ausgewiesen. Probleme dieses Bezirkes zeichnen sich durch eine hohe Hartz-IV-Quote aus. Fast die Hälfte der Einwohner haben einen Migrationshintergrund, was oft zu Spannungen verschiedener Kulturen führt. Gerade die Schulen und Lehrer haben mit dem Nachwuchs des Bezirkes zu kämpfen.