Ruhani stößt in Ankara auf Erdogan und Putin

Der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hält sich seit einigen Tagen in der türkischen Hauptstadt Ankara auf, wo er Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan führt. Dabei geht es um die bilateralen Beziehungen beider Länder und um die Situation in Syrien. Heute stößt noch das iranische Staatsoberhaupt Hassan Ruhani in Ankara hinzu. Dieser unterstützte, wie auch Russland den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, während die Türkei zu Beginn des Krieges der Opposition half. Zur Zeit kämpfen türkischen Truppen im Norden Syriens gegen kurdische Kämpfer. Durch unterschiedliche Interessen zwischen der Türkei und Russland kam es zu Spannungen, die ihren Höhepunkt fanden, als türkisches Militär in Syrien ein russisches Flugzeug abschoss.

Türkisch-russische Interessengemeinschaft

Doch seit des letzten Jahres gab es wieder Annäherungen zwischen diesen beiden Ländern. Das zeigte sich in Form von acht persönlichen Treffen und mehr als 20 Telefonaten zwischen Putin und Erdogan. Auch wirtschaftliche Interessen schweißen die Beziehung zusammen. Es soll in der Türkei ein Kernkraftwerk mit dem russischen Konzern Rosatom gebaut werden und auch eine Gasleitung von Russland in die Türkei ist geplant. Außerdem möchte Russland das Raketenabwehrsystem S400 früher als geplant an die Türkei liefern.

Gipfeltreffen zwischen Russland, der Türkei und dem Iran

Beim Gipfeltreffen zwischen Russland, der Türkei und dem Iran soll vor allem über die Zukunft Syriens beraten werden. Die Themen werden vor allem Deeskalationzonen, eine neue syrische Verfassung und humanitäre Hilfe in diesem Bürgerkriegsland sein.

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Der Iran betont, dass er fest auf diplomatische Bemühungen setze und es keine Lösungen durch militärisches Eingreifen geben würde. Die Zukunft des Landes solle durch das syrische Volk mit demokratischen Wahlen mitbestimmt werden können.

Putin sieht das Ende des „Islamischen Staates“ (IS) in Syrien und erklärt ihn für besiegt. Dabei betont er aber, dass diese Organisation weiterhin ein hohes zerstörerisches Potential besitze. Erst vor wenigen Tagen äußerte sich der US-Präsident Donald Trump ähnlich und kündigte überraschend die Abzug seiner Truppen aus Syrien an.

Schon im letzten Jahr kamen diese drei Präsidenten in Sotschi am Schwarzen Meer ohne nennenswerte Resultate zusammen. Die Zukunft wird nun zeigen, was dieses Gipfeltreffen für Syrien bringen wird.