Die Presse und der Bürgerkrieg in Syrien

Es vergeht kein Tag, ohne dass uns das Thema „Syrien“ verfolgt. Es hat im Laufe der Zeit den Weg in unseren Alltag gefunden und ist so sehr eingebunden, dass viele schon wieder anfangen abzustumpfen und nicht mehr hinhören wenn es um Nachrichten aus diesem Land geht. Dazu kommen die gegensätzlichen Berichterstattungen aus verschiedensten Ländern und politischen Lagern. Aus diesem Grund resignieren viele, die sich gar nicht mehr zurechtfinden im Informationsdschungel und ganz einfach nicht mehr wissen, was sie glauben sollen.

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Der mutmaßliche Giftgasangriff in Duma, ist seit wenigen Tagen das Thema Nummer 1 in der Presse. Während einige Länder wie Frankreich, Deutschland oder die Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund der im Internet kursierenden Fotos sterbender Zivilisten, worunter viele Kinder waren, eine öffentliche Stellungnahme abgaben, sprach Russland von „Fake News“ ohne jegliche Beweise.

Militärschlag in Syrien durch die USA?

Dieser angebliche Giftgasangriff schlug Alarm auf der Welt. Der US-Präsident Donald Trump sagte eine Reise nach Südamerika ab und heizte Spekulationen über einen eventuellen Militärschlag der USA gegen die syrische Regierung an. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Angriff auf „chemische Kapazitäten“ in Syrien für möglich.

Schon bald möchte die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) Experten zwecks Untersuchungen auf den Einsatz von chemischen Waffen nach Syrien in die Stadt Duma schicken, in der der Giftgasangriff stattgefunden haben soll. Dabei soll nur untersucht werden, ob Giftgas zum Einsatz kam, allerdings nicht wer dafür verantwortlich ist. Die Organisation hat sich schon mit der syrischen Regierung in Kontakt gesetzt, um die Voraussetzungen für diese Untersuchung zu schaffen.

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Die syrische Regierung begrüßt das Vorhaben.

Drei gescheiterte Resolutionen im UN-Sicherheitsrat

Im UN-Sicherheitsrat in New York hingegen scheiterten am Dienstag gleich drei Syrien-Resolutionen. Diskussionen vor allem zwischen den USA und Russland bremsen die Verhandlungen. Im syrischen Bürgerkrieg unterstützen beide Länder verschiedene Lager. Abgelehnt wurden zwei Vorlagen von Seiten Russlands, die eine Untersuchung durch die OPCW begrüßt hätte und eine von den USA. Der russische Botschafter Wassili Nebensja bedauere die gescheiterte Resolution und appelliert an die USA und Großbritannien von einem Militärschlag gegen Syrien abzusehen.