Mutmaßlicher Giftgasangriff in Duma

Seit wenigen Tagen machen wieder Fotos getöteter Zivilbevölkerung, insbesondere Kindern, im Internet die Runde. Es wird gemutmaßt, dass hinter dem Giftgasangriff in Duma die syrische Regierung dahinter steckt. Erste Reaktionen aus Berlin ließen nicht auf sich warten. Der Regierungssprecher Steffen Seibert sprach davon, wie „menschenverachtend“ und "abscheulich“ es sei, was in der Stadt Duma passiert sei. Dieser Giftgasangriff verstieße gegen das Völkerrecht und dürfte nicht ungesühnt bleiben. Seibert verwies auf den Angriff mit Chemiewaffen vor etwa einem Jahr und meinte, das es wieder die Unterschrift des „Assad-Regime“ trage.

Damals hatte dies einen Luftangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt al-Schairat durch die Anordnung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump zur Folge.

USA und andere Länder geben syrischer Regierung die Schuld

Auch die USA beschuldigen die syrische Regierung des mutmaßlichen Angriffes. Militärische Schritte von Seiten der Vereinigten Staaten wären nicht auszuschließen. Es wurde sich auch telefonisch zwischen Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bezüglich dieses Vorfalls ausgetauscht. Nun wird der Schuldige nicht nur in Syrien gesucht, sondern richtet sich indirekt gegen Russland. Sie sollen ihre „Blockadehaltung im UN-Sicherheitsrat aufgeben“, wie es weiter hieß.

Russland spricht von Inszenierung

Russland hingegen spricht von einem „inszenierten“ Giftgasangriff, für den Ermittler in Syrien keinerlei Beweise gefunden hätten.

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Im UN-Sicherheitsrat kam es wegen diesem Thema zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Russland und den USA. Sprach doch der russische UN-Botschafter davon, dass dieser Vorfall am Samstag in Duma eine Inszenierung syrischer Rebellen gewesen sei, bei dem mehr als 150 Menschen gestorben und etwa 1000 verletzt worden seien. Wassili Nebensja stufte diese Nachrichten als „Fake News“ ein. Weder russische Ermittler, noch die Bewohner der Stadt Duma in Ost-Ghuta hätten einen chemischen Angriff bestätigt. Nach einer fast dreistündigen Sitzung des Weltsicherheitsrates, gab es wenige Resultate. Es soll eine Untersuchungskommision ins Leben gerufen werden, die unabhängig ein Jahr lang den Einsatz toxischer Chemikalien in Syrien untersuchen soll. Noch kam es zu keiner Abstimmung dieser Resolution. Laut Nebensja enthalte der Entwurf noch „inakzeptable“ Punkte. Die Sitzung endete im heftigen Wortgefecht.