Finanzspritze für Syrien

Eine weitere Finanzspritze in der Höhe von einer Milliarde Euro soll laut Außenminister Heiko Maas (SPD) in Syrien injiziert werden, womit Deutschland mit der Aufstockung seit Beginn des Bürgerkrieges mit insgesamt 4,5 Milliarden Euro an erster Stelle bei den Spendern für die Syrien-Krise steht. Sollte der Bundeshaushalt es genehmigen, kämen sogar noch einmal 300 Millionen Euro hinzu. Dann würde Deutschland wieder dort liegen, wo es im Vorjahr mit den Spendenausgaben lag.

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Schon 2017 stand Deutschland an erster Stelle der finanziellen Hilfe.

Diese Spenden sollen den Menschen zukommen bei denen die Not am größten ist, wie unter anderem bei den Flüchtlingen in den Nachbarländern im Libanon, in der Türkei oder in Jordanien.

Der Schutz der Zivilbevölkerung soll oberste Priorität haben. Es sollen um die 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sein. Seit dem sieben Jahre andauernden Bürgerkrieg wurden Hunderttausende Menschen getötet und Millionen Flüchtlinge haben ihrer Heimat den Rücken gekehrt.

Die Geberkonferenz in Brüssel

Anlass für die Spendenaktion ist die Geberkonferenz für Syrien, die in Brüssel stattfindet, an der 80 Länder und Institutionen teilnehmen. Neben Deutschland gab es auch Zusicherungen für größere Beträge von Seiten Großbritanniens und den USA. Die Situation in Syrien ist ein politisches Chaos. Die Welt hat sich in Lager gespalten und einige Länder unterstützen die verschiedenen Beteiligten im Bürgerkrieg oder führen einen eigenen Krieg im Kriege. Stehen doch letztendlich meistens wirtschaftliche Interessen hinter jedem Krieg oder in der Einmischung eines bestehenden Konfliktes.

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Angebliche Bemühungen der Beilegung des Konfliktes in Syrien gestalten sich daher recht schwierig. Leidtragend ist dann immer das schwächste Glied der Kette, die Zivilbevölkerung.

Der Konflikt in Syrien

In Syrien gibt es seit 2011 eine bewaffnete Auseinandersetzung verschiedener Gruppen. Es stehen sich die syrischen Streitkräfte mit dem Präsidenten Baschar al-Assat an ihrer Spitze und bewaffnete Gruppierungen der Opposition gegenüber. Anfänglich wollte die Opposition den demokratischen Prozess Syriens anstoßen. Was friedlich begann, machten sich andere Organisationen zu nutze und es wurde wegen religiösen, ethnischen und wirtschaftlichen Interessen zu den Waffen gegriffen. Damit eskalierte die Situation und die Demokratisierung trat in den Hintergrund. Mit der Zeit beteiligten sich auch andere Länder am Bürgerkrieg.