Die Handelsbeziehungen zwischen den #USA und China waren schon immer angespannt aber nach der Ankündigungen des US-Präsidenten, hohe Zölle auf chinesische Produkte zu erheben, scheint ein Handelskrieg zwischen den beiden Volkswirtschaften nicht mehr unwahrscheinlich.

Wie alles begann!

Das Kräftemessen zwischen den USA und China fing schon am Anfang des Jahres an, als Präsident Trump ankündigte Strafzölle auf Produkte sowohl aus der EU als auch aus China zu erheben. Für uns Europäer schien dieses Vorhaben erstmal unerklärlich. Betrachtet man nun das Vorhaben etwas detaillierter, fällt schnell auf, dass Trump an seinem roten Faden, "America First", festhält.

Doch wie soll ein Handelskrieg der USA helfen? Amerika erleidet jedes Jahr Milliarden Verluste durch Dumpingpreise chinesischer Konzerne, Strafzölle würden diesem unfairen Wettbewerb einen Riegel vorschieben.

Der Plan von Donald Trump schien überraschend perfekt, jedoch ergaben sich bereits nach kurzer Zeit zwei Schwachstellen: 1. Die von Trump verhängten Strafzölle galten hauptsächlich auf den Import von Stahl, auf dessen Import, mangels eigener Produktion, die US-Wirtschaft angewiesen ist. 2. Die EU und China drohten mit Gegenmaßnahmen und kündigten ihrerseits Strafzölle auf Produkte aus der USA an.

Ein Ping Pong mit Folgen

Die Aktionen von China und der EU blieben nicht unerhört. Die USA musste reagieren und entschied sich zwei Methoden gleichzeitig auszuprobieren. Gegenüber der EU setzte sie bis auf weiteres die Strafzölle aus und war so in der Lage einen Handelskrieg weitestgehend zu verhindern.

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Bei China setzte Trump auf eine andere Strategie, die uns unter dem Spruch "Wer hat den längeren Atem" bekannt ist. Er kündigte als Reaktion weitere Strafzölle in einer Höhe von 25% an, welches Produkte im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar betreffen würden. Wie beim Tischtennis üblich holte China prompt zum Gegenschlag aus und kündigten ebenfalls 25% Steuern auf Produkte made in USA an. Wie lange dieses Ping Pong Spiel noch so weiter gehen wird, ist unklar. Doch eins steht auf jeden Fall fest: das ursprüngliche Vorhaben die Wirtschaft zu stärken, entwickelt sich in ein Desaster, nicht nur für die USA.

Was bedeutet ein Handelskrieg für Deutschland?

Zurzeit haben Deutschland und die EU Glück, sie bleiben vorerst von den Strafzöllen des Präsidenten verschont. Doch Experten warnen. Sollte der Handelskrieg eskalieren, könnten sowohl die USA [VIDEO] als auch China Strafzölle auf europäische und damit auch deutsche Produkte erheben, was eine Verschlechterung der Handelsbeziehungen und im Ernstfall sogar ein Abbruch der Handelsabkommen zur Folge hätte.

Kommentar des Autors:

Betrachtet man die ganze Situation von außen, lässt sich eins feststellen: Wir leben in einer Zeit, in der das Verhalten der mächtigsten Männer der Welt an pubertierende Jugendliche erinnert. Lieber Herr Trump, lieber Herr Jinping, das 3. Newtonsche Prinzip (Aktion gleich Reaktion) hat seine Anwendung in der Physik und nicht in der Diplomatie. Sollten sie sich nicht bald wieder wie Erwachsene benehmen und ihre Rhetorik, die eines Kindes bleiben, werden wir am Ende alle als Verlierer dastehen. Und das will doch wohl keiner! #Politik