Im Jahr 2016 hat Deutschland über 900 Mrd. € für Sozialausgaben hingeblättert. Laut Prognosen steigen die Ausgaben in den nächsten Jahren auf über eine Billion Euro.

Und dennoch sind hierzulande Millionen Menschen von Armut betroffen und haben gerade einmal das, was sie zum täglichen Überleben brauchen. Ist unser Sozialstaat also überhaupt das richtige Mittel um Armut zu bekämpfen?

900 Mrd.€ ist mehr als nur eine Menge Geld. Auf geschätzte 84 Mio. Bundesbürger aufgeteilt, ergeben sich etwa 10.000€ pro Bundesbürger. Aber nicht jeder Bürger erhält Sozialleistungen und von denen, die welche erhalten, bekommt niemand auch nur annähernd 10.000€.

Da stellt sich die Frage, wofür wurde so viel Geld ausgegeben?

Der Dschungel aus Sozialtransfers wächst

Es scheint so, als hätte sich die Regierung im Dschungel der Sozialausgaben schon längst verlaufen.

Vater Staat besitzt ein pralles Füllhorn an Sozialleistungen. Um nur die gängigsten aufzuzählen: Hartz IV, Sozialhilfe, Wohngeld, Elterngeld, Kindergeld und Familienleistungsausgleich, diverse Formen der Aufstiegs- und Ausbildungsförderung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Der deutsche Sozialstaat versucht seine Bürger gegen alle möglichen Lebensrisiken abzusichern; Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit, Tod. Diese vielfältigen Formen der Hilfe und Absicherung verursachen aber nicht nur ausufernde Bürokratie, sondern eben auch enorme Kosten.

Dafür zahlt die arbeitende Bevölkerung einen hohen Preis.

Ironischerweise bleibt vielen am Ende des Monats nicht genug Geld, um sich selber gegen Lebensrisiken abzusichern,weil ihnen mindestens ein Viertel ihres Gehaltes an Sozialbeiträgen abgezogen wird. So werden sie zu Abhängigen von Vater Staat. Denn Fürsorge bedeutet gleichzeitig auch immer Kontrolle und Bevormundung.

Man muss schließlich nicht wenige Informationen über sich preisgeben, um in den Genuss staatlicher #Sozialleistungen zu kommen. Bekommt man sie dann erst einmal, muss man sich vorschreiben lassen, wie viele Bewerbungen man im Monat zu schreiben und welchen Job man anzunehmen hat. Damit steuert der Staat das Verhalten seiner Bürger.

Staatliche Fürsorge hat einen hohen Preis

Dagegen steckt hinter der Idee des #bedingungslosen Grundeinkommens der Gedanke, Menschen von dieser Abhängigkeit und von dieser Kontrolle des Staates unabhängig zu machen.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen müsste kein Mensch mehr zum Amt gehen und zum Bittsteller werden, weil er in eine Notlage geraten ist.

Es gibt den Menschen ihre Würde zurück; und nicht nur ihre Würde, sondern auch ihre Verantwortung und die Kontrolle über ihr Leben.

Das Projekt "Mein Grundeinkommen" sammelt Geld per Crowdfunding. Immer wenn 12.000€ zusammengekommen sind, werden sie an eine Person verlost, die damit für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 1000€ im Monat erhält. Rund 95.000 Menschen haben das Projekt bisher unterstützt und konnten damit 167 Grundeinkommen finanzieren. Die Menschen, die bisher gewonnen haben, haben das Geld genutzt, um sich beruflich zu verändern. Um sich weiterzubilden, die Branche zu wechseln oder sich selbstständig zu machen. Niemand hat sich auf die faule Haut gelegt, sondern vielmehr seine Träume verwirklicht und Möglichkeiten genutzt, die ihm vorher verschlossen waren. Möglichkeiten, die ihm der Sozialstaat niemals bieten konnte. Die Gewinner haben nicht nur Geld, sondern auch Freiheit dazugewonnen. Die Freiheit ihr Leben zu verändern.

Ist es also wirklich besser im Jahr 900 Mrd.€ Sozialausgaben zu verteilen, die Menschen in die Abhängigkeit treiben und sie trotzdem nicht aus der Armut holen können oder sollte nicht jeder Mensch einen existenzsichernden Anteil vom fetten Kuchen abbekommen? Die Aussage, das bedingungslose Grundeinkommen wäre nicht bezahlbar, klingt gerade in Deutschland lächerlich.