Taiwan bricht diplomatische Beziehungen zur Dominikanischen Republik ab

Taiwan hat die diplomatischen Beziehungen zur Dominikanischen Republik abgebrochen und jegliche bilaterale Zusammenarbeit eingestellt, nachdem das karibische Land bei einem Treffen in Peking die Beziehungen zu China vertiefen möchte. Der taiwanesische Außenminister Joseph Wu gab diesen Bruch auf einer Pressekonferenz bekannt und und betonte, dass es im Interesse „zur Wahrung der nationalen Souveränität und Würde“ sei.

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Die Kooperations- und Hilfsprojekte werden bis auf weiteres sofort eingestellt und Angehörige der Botschaft abgezogen. Der Botschafter der Dominikanischen Republik in Taipeh wurde einbestellt und aufgefordert, die Botschaft zu schließen.

Taiwan macht china für diese Situation verantwortlich, da sie dem Land in der Karibik finanzielle Anreize und Versprechen von Investitionen sowie diverse Hilfen in Aussicht stellen.

Taiwan erwartete nur etwas politische Loyalität

Erst im letzten Jahr verschenkte Taiwan 90 Geländewagen, 2 Hubschrauber und 100 Motorräder an das dominikanische Militär. Im selben Jahr spendeten sie auch mehr als 222.000 US-Dollar für ein Bambusprojekt in der landwirtschaftlichen Entwicklung. Für die Einrichtung eines Notrufsystems im Land, steckte Taiwan auch mal so eben 2.250.000 US-Dollar in den Aufbau des Videoüberwachungssystems. Die Liste der Spenden und Geschenke lässt sich fortführen. Was erwartete Taiwan dafür? Etwas, was in der Dominikanischen Republik recht schwierig ist, wenn es um wirtschaftliche oder persönliche Interessen geht: Loyalität.

Mit dieser diplomatischen Separation bleibt Taiwan nur noch 19 Verbündete, wobei sich zehn davon in Lateinamerika und in der Karibik befinden.

Beziehungen zwischen der Dominikanischen Republik und China

Der Außenminister der Dominikanischen Republik, Miguel Vargas, kündigte öffentlich auf einer Pressekonferenz zusammen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi in Peking den Bruch mit Taiwan an. Gleichzeitig erklärte die dominikanische Regierung, dass sie ab nun nur noch „einem China“ folgen würde, bei dem Taiwan Teil des Landes darstelle. Flavio Dario Espinal, Rechtsberater der Regierung, erhoffe sich davon wirtschaftliche Vorteile und schon bald sollen Abkommen über Technologie, Tourismus, Handel, Landwirtschaft und Bildung unterzeichnet werden. Nach eigenen Angaben ist die Dominikanische Republik mit einem jährlichen Handelsvolumen von etwa zwei Milliarden US-Dollar der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Chinas in Mittelamerika und der Karibik. Beide Länder möchten nun baldmöglichst Botschafter in das jeweilige Land entsenden.