Rund 75.000 Mitglieder kamen dieses Jahr zur Waffenherstellerlobby in Dallas zusammen. Doch dieses Mal gab es einen Ehrengast: Donald Trump, der Präsident der USA, mit seinem Vize Mike Pence. Doch selbst die gute Stimmung ließ anmerken, dass die National Rifle Association (NRA) in schwierigen Zeiten steht. Schon die vorherigen Monate waren nicht leicht. Selbst wenn Schießereien mit mehren Toten in der USA normaler Alltag sind, musste die NRA durch die grausamen Massaker stark in die Defensive.

Im vergangenen Herbst wurden 59 Menschen in Las Vegas von einem Mann aus einem Hotelzimmer erschossen. Und nur kurze Zeit später folgte ein Amoklauf, dem 29 Menschen in einer Kirche in Sutherland Sprungs, Texas, zum Opfer fielen.

Und als wäre dies nicht genug erschoss ein ehemaliger Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Florida 17 Menschen in einem Schulgebäude

Durch die vorgefallenen Ereignisse bekommt die NRA immer weniger Unterstützung der Bevölkerung. Das Image der Lobby schien rapide gesunken zu sein. Mittlerweile setzten sich sogar immer mehr Menschen für schärfere Waffengesetze ein, eine Meinung, der Millionen Demonstranten bei Protestmärschen Nachdruck verliehen.

Unterstützung des Präsidenten

"Eure Rechte aus dem zweiten Verfassungszusatz stehen unter Beschuss, aber sie werden niemals unter Beschuss stehen, solange ich euer Präsident bin", so der Präsident.

Er lobte die Arbeit und sprach sich gegen die Verschärfung des Waffengesetz aus.Donald Trump verglich die Einschränkung zu Waffen mit dem Verbot von Transportmitteln, da diese genauso für Auto Attacken verantwortlich sein können.

Weiterführend brachte der Präsident auf, dass in Frankreich 130 Menschen 2015 bei den Anschlägen starben und dies nur, weil niemand eine Waffen geführt habe. Eine heftige Aussage, jedoch schien Donald dies nicht viel auszumachen.

Die Waffenlobby ist einer der frühsten und kräftigsten Trump-Unterstützer. Bei den Wahlen unterstützen sie Trump mit rund 30 Millionen Dollar. Aus diesem Grund steht Trump mit der NRA eng zusammen und trat schon letztes Jahr als erster Präsident seit 30 Jahren auf der NRA auf.

Unterstützung der NRA

Nicht nur durch finanzielle Wege, auch durch kulturelle steht die Waffenlobby auf seiner Seite. Auf ihrem eigenen Fernsehkanal und auf Veranstaltungen wird der Präsident stark unterstützt.

Laut diesen schützt Trump das Land vor illegaler Einwanderung, dem Sozialismus und dem Terrorismus.

Trump benötigt diese Unterstützung mehr als alles andere, zwar sind die Zustimmungswerte stabil, jedoch würde er ohne die NRA eine Vielfalt Unterstützer verlieren. Dies ist wohl der Grund warum dieser Präsident, der sich kurz nach dem Schulmassaker ein schärferes Waffengesetzt vorstellen konnte, jetzt stark dagegen ist.

Dennoch forderte Trump seinen Justizminister auf Bump Stocks auf zu verhindern, dass Kolben die legale halbautomatische Waffen in illegale vollautomatische Gewehre umwandeln können. Dies hatte auch der Attentäter aus Las Vegas getan. Dies wird auch von der NRA unterstützt.

Was hat die Bevölkerung zu befürchten

Weitere Schritten seien dennoch unwahrscheinlich, da der Präsident nicht alleine Reformen umsetzen kann. Außerdem habe die NRA so viel Macht, dass beide Kongresskammern und Bundesstaaten kontrolliert werden.

Fragwürdig ist, ob sich was ändern würde, wenn die oppositionellen Demokraten bei den Zwischenwahlen gewinnt. Zwar wollen diese für mehr Kontrolle sorgen, jedoch schreckten diese vor großen Reformschritten deutlich zurück. Zur Zeit 90er haben diese ihr bisher letztes umfassendes Gesetz verabschiedet und verloren darauf ihre Kongressmehrheit, ein harter Schlag.

Selbst wenn die Demokraten ein Reformpaket verabschieden würden, kann der bis 2021 gewählte Präsident, mit seinem Veto-Recht, dieses verhindern.

Fazit: Man kann daraus ziehen, dass es wohl dieses Jahr keine Verschärfung des Waffengesetz geben wird!