Nach all dem Leid und Krieg im Irak, wies sich die erste Wahl als ein erfolgreicher Schritt in die erste Richtung. Mit der Sicherheitsunterstützung von von Zehntausend Personen, sollte es zu einer glatten Wahl kommen. Favoriten gibt es jedoch noch nicht.

Am Samstag fand die ersten Parlamentswahl, nach dem Sieg über den islamischen Staat (IS) statt. Unter riesigen Sicherheitsmaßnahmen konnten rund 24,5 Millionen Wahlberechtigte die 329 Mitglieder des Parlaments in Bagdad bestimmen. Zur Auswahl standen circa 7000 Personen darunter sogar 2000 Frauen. Insgesamt 87 Parteilisten treten an. Zeit bleibt ihnen bis 18:00 Uhr, dann werden die Wahlbüros geschlossen.

Ein abzusehender Favorit?

Nein, einen abzusehenden Favoriten gibt es nicht. Die Schiiten sind gespalten, die Kurden sind geschwächt und die traditionellen Parteien der Sunniten halten sich noch zurück. Der Regierungschef Haidar al-Abadi mit seiner "SiegesAllianz" wird von dem ehemaligen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und dem von vielen Irakern bezeichneten "Kriegsgott", der Milizenführers Hadi al-Ameri, welcher den Titel nach seinem Kampf gegen die Dschihadisten erlangte.

Hadi al-Ameri fordert einen kompletten Abzug der Amerikaner und kritisiert unter anderem genauso Abadi, welcher versucht die starke Bindung zum Iran durch einen Annäherungsversuch an dessen Rivalen Saudi-Arabien auszugleichen.

Weitergehend tritt auch der schiitische Prediger Moktada al-Sadr an, dieser steht in einem Bündnis mit den Kommunisten.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Die Wahl wird auch als ein Wegweiser zur künftigen Stabilität des Landes gesehen. Nach dem Sieg gegen den islamischen Staat (IS) befürchten dennoch manche Beobachter den Wiederkehr des sunnitischen IS, sollte die neue Regierung nicht für einen Ausgleich zwischen der Mehrzahl der Schiiten und der Minderheit der Sunniten schaffen.

Die Wahl wird stark überwacht und von Sicherheitskräften beschützt, um eine Wahl ohne Probleme zu schaffen. Die strenge Sicherheit kommt auch durch die Drohung des IS, der mit Anschlägen drohte.

Durch z.B. Al-Abadi wurde der ganze Irak aufgefordert wählen zugehen. Was daraus wird soll schon am Samstagabend bekannt gegeben werden.

Al-Abadi erklärte auch den Sieg gegen den IS, jedoch hatte dieser Kampf große Spuren hinterlassen. Durch den Kampf gegen die Extremisten wurden große Teile des Landes zerstört, zwei Millionen Menschen wurden vertrieben [VIDEO] und auch weitere IS-Organisationen sind noch aktiv.