An einer US-Highschool im Bundeststaat Texas kamen Berichten des US-Sender CNN zufolge mehrere Menschen durch Schüsse ums Leben. Ein bewaffneter Angreifer hatte am Morgen des 18. Mai das Feuer eröffnet und mehrere Menschen, unter anderem Schüler, verletzt oder getötet. Der Fernsehsender KHOU spricht von mindestens acht Toten. Bestätigt sind diese Angaben noch nicht. Der Angreifer wurde kurz darauf festgenommen und die Lage ist nun unter Kontrolle. Die Schüler wurden in Sicherheit gebracht und Einsatzkräfte versorgen die Verletzten.

Verpasse keine News mehr Folge dem International-Kanal

Aussagen des Polizeichef Ed Gonzales zufolge wurde auch ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen. Ein Polizist wurde verletzt. Zudem fanden Einsatzkräfte vor Ort mögliche Sprengsätze auf dem Schulgelände, diese wurden aber bereits unschädlich gemacht.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich via Twitter zu den Vorkommnissen sinngemäß „Es sieht nicht gut aus.“ (“Early reports not looking good.“)

Erneute Kritik an US-Waffenpolitik

Seit Jahren stehen die US-Waffengesetze unter heftiger Kritik. Tragödien wie diese zeigen erneut, dass sich in den USA in punkto Waffenrechte etwas ändern muss. Jedes Jahr werden in den USA mehr als 30.000 Menschen durch Schießereien getötet. Umfragen zufolge besitzen 43% aller US-Amerikaner ein Waffe.

Der Streit um eine Verschärfung der Waffengesetze zeigt jedoch auch, wie schwierig es ist ein so tief verwurzeltes Recht der Amerikaner anzugreifen. Den Reformen im Weg steht vor allem die amerikanische Waffenlobby NRA (National Rifle Association), die jedes Jahr hohe Summen für die Lobbyarbeit ausgibt.

Zudem werden seit Beginn der Präsidentschaft Trumps, Bestrebungen Obamas zur Verschärfung der Waffengesetze systematisch zurückgefahren. Unter Trump wird sich also an den Gesetzen nichts ändern.

Derartige Vorkommnisse werden also weiterhin keine Seltenheit bleiben. Erst im Februar dieses Jahres waren 17 Menschen durch Schüsse an einer Highschool in Parkland getötet wurde. Daraufhin kam es zu landesweiten Demonstrationen für schärfe Gesetze und Kontrollen. Donald Trump sicherte im Zuge dessen der Waffenlobby sein Unterstützung zu und versprach das Recht auf Waffen nicht antasten zu wollen.

In den USA darf laut Verfassung jeder Bürger eine Waffe besitzen und damit sich selbst und andere verteidigen. Es ist also sicher zu sagen, dass dies nicht die letzte Meldung dieser Art war. Und "thoughts and prayers" ändern daran leider auch nichts.