Venezuela in der Krise

Venezuela ist ein Thema. So arm wie es zu scheinen mag, so reich ist es an Bodenschätzen. Die politische und soziale Unsicherheit im Land wird durch den sozialistisch und autoritär ausgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro geschürt. Venezuela fiel in eine wirtschaftliche Krise, geprägt durch Hyperinflation von 13.000 Prozent, Versorgungsengpässen, Hungersnöten und einer steigenden Armut. Es fehlt an Nahrungsmitteln und Medizin. Obwohl Venezuela über große Erdölressourcen verfügt, muss Benzin importiert werden. Maduro sieht sich und das Land als Opfer imperialistischer Verschwörungen, vor allem durch die USA.

Trump und die Idee von einer Invasion

Laut der Nachrichtenagentur AP soll Trump 2017 bei einem Treffen mit seinen Beratern gefragt haben, warum die USA nicht einfach in Venezuela einmarschieren kann.

Dies wurde ihm sofort ausgeredet, da die Folgen einer Invasion unkalkulierbar seien und die Beziehungen zu anderen Staaten dadurch schweren Schaden erleiden würden. Daher wählte die USA den Weg der Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela.

Auch zu späteren Zeitpunkten schnitt der US-Präsident dieses Thema wiederholt an. Diese Äußerungen verwendete Maduro für seine Propaganda und forderte das Militär auf wachsam zu sein. Es sind willkommene Anlässe, um die Macht Venezuelas zu präsentieren. Nach Trumps erster Drohung ließ Maduro mehrere hunderttausend Soldaten aufmarschieren, um die Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren. Dieser Beweis zur Verteidigung war eine Nachricht, die nicht nur an die USA, sondern auch an das eigene Volk gerichtet war.

Nicolás Maduro

Nicolás Maduro wurde 1962 in Caracas geboren und ist ein venezolanischer Politiker.

Seit 2013 ist er als Nachfolger von Hugo Chávez Staatspräsident von Venezuela. Schon als Kind und in der Jugend engagierte er sich, bedingt durch seine elterliche Erziehung, in der linken Bewegung. Er wurde Studentenführer und arbeitete in der sozialistischen Liga. Er bekam 1986 die Möglichkeit, durch ein Stipendium der Sozialistischen Liga, ein Jahr auf Kuba zu studieren. Nach der Rückkehr aus Kuba war er Mitbegründer der Gewerkschaft des öffentlichen Personenverkehrs SITRAMECA und arbeitete 1991 als Busfahrer. Zur selben Zeit war er auch Mitglied der von Hugo Chávez gegründeten Bolivarianischen Revolutionsbewegung. Von da an ging seine politische Karriere bergauf.