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28 Jahre ist es nun bereits her und seit bisher 28 Jahren begehen sowohl die Ost- als auch die Westdeutschen den 3. Oktober als ihren "Tag der Deutschen Einheit" feierlich. Vorausgegangen und Ursache dieser "Deutschen Einheit" von Ost und West war der Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin, bei welchem die Ostdeutschen eine friedliche Wiedervereinigung und Konterrevolution herbeiführten. Hierbei stellen sich nicht nur wenige Deutsche die Frage, warum dann nicht der Tag der Deutschen Einheit am Tag des Mauerfalls - also am 9. November - begangen wird.

Jährliche Feier: Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober

Nach dem Mauerfall im November 1989 beschlossen laut LeMO am 31.

August 1990 die BRD (Bundesrepublik Deutschland) und die DDR (Deutsche Demokratische Republik) in einem sogenannten Einigungsvertrag den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, die der BRD zugrunde lag. Die Besiegelung der gemeinsamen staatlichen Einheit Deutschlands trat jedoch erst am 3. Oktober 1990 in Kraft. Seit diesem Tag sollte die Teilung und Spaltung Deutschlands in Ostdeutschland (DDR) und Westdeutschland (BRD) nach fast 41 Jahren nur noch Teil der Geschichtsbücher sein.

Ausgrenzung und Rassismus: Migrantenverbände fordern "Tag der deutschen Vielfalt"

Nun nach 28 Jahren ist die Stimmung erstmals am Nationalfeiertag Deutschlands mehr als getrübt. Der Grund: Mehrere Migrantenverbände, darunter nach der WELT die Türkische Gemeinde, der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, die Initiative Schwarze Menschen, der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine und die Iranische Gemeinde in Deutschland fordern einen gemeinsamen "Tag der deutschen Vielfalt" in Deutschland als ebenso national anerkannten Feiertag.

Als Gründe benennen sie Augrenzungs- und rassistische Aspekte. So werden die Feierlichkeiten am 3. Oktober lediglich aus der „deutschdeutschen“ und „weißen“ Perspektive begangen. Dies sei hinderlich, da landesweit eher ein starkes Zeichen für die Teilhabe und gegen den Rassismus gesetzt werden sollte.

Demnach wäre es nach Ansicht eben jener Migrantenverbände wichtig, einen gemeinschaftlichen "Tag der deutschen Vielfalt" zu schaffen. Hervorheben und feiern sollten die Deutschen laut WELT an diesem Tag dann die positiven Aspekte der Einwanderungsgesellschaft [VIDEO]. Ebenso sollen die deutschen Bürger diese am "Tag der deutschen Vielfalt" gleichsam würdigen.

Das sollten sich die Deutschen nun fragen

Inwiefern dies jedoch die "deutschdeutsche" Bevölkerung möchte, sollte diese sich selbst einmal fragen:

  • Wäre die Abschaffung des eigenen nationalen Feiertags (und damit die Aufgabe der eigenen Geschichte) hinnehmbar, da Ausgrenzung und Rassismus durch Menschen mit Migrationshintergrund vorgeworfen wird?
  • Oder ist die Abschaffung aus Unlust zu den Feierlichkeiten aufgrund der immer noch nicht vollständig vollzogenen Einheit und den immer noch anhaltenden großen Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland sogar akzeptierbar?
  • Oder ist ein weltoffenes Deutschland in diesen 28 vergangenen Jahren so wichtig geworden, dass die Teilhabe aller Menschen wichtiger denn je ist, sodass diese deswegen aus aller Kraft und mit allen Mitteln erkämpft werden sollte gegen jegliches auch nur ansatzweise nationales Gedankengut?

Ein nationaler Volksentscheid über diese Frage (Referendum) würde die Antwort auf diese Fragen liefern.