Cannabis ist die am weitesten verbreitete illegale Substanz in Deutschland und das obwohl die Bürger jedes Jahr ganz tief in die Tasche greifen, um den Konsum zu verhindern. Das Verbot, die Prohibition von Cannabis [VIDEO], ist kostenintensiv statt effektiv. Wie teuer ist das Cannabis-Verbot denn nun wirklich? Das wollte der "Deutsche Hanfverband" (DHV) ganz genau wissen und gab eine wissenschaftliche Studie bei Professor Dr. Justus Haucamp von der Uni Düsseldorf in Auftrag.

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Das Ergebnis lässt nur noch den Kopf schütteln, denn demnach verlieren die Deutschen durch das Verbot weit mehr als 2,66 Milliarden Euro im Jahr.

Cannabis-Verbot: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Amis?

Hanf hat in Deutschland Tradition, auch schon mancher unserer Vorfahren hat ordentlich gekifft.

Der Hanfanbau war in Deutschland verbreitet, die Ernte wurde komplett genutzt: Seile, Nahrungsmittel, Textilien, Arznei, Rauschmittel, die Hanfpflanze gilt nicht ohne Grund als die älteste Kulturpflanze der Menschheit. Knaster wurde die Mischung für eine Pfeife genannt. Und unsere Altvorderen hatten durchaus Ahnung von guten Züchtungen, jedenfalls lassen das die Zeichnungen und Beschreibung von Wilhelm Busch über einen "Knaster-Rausch" vermuten.

Gerade als Nahrungsmittel gewinnt Hanf endlich wieder seinen Platz zurück. Ob als Brot oder Öl, seine Aminosäuren sollen die sein, die denen des Menschen am ähnlichsten sind. Gesünder geht es wahrscheinlich nicht. Und jetzt gibt es auch noch die Theorie, dass das ganze Theater mit dem Verbot nur entstand, weil eine amerikanische Behörde nach Scheitern der Alkohol-Prohibition als "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" Marihuana aufs Korn nahm und das weltweite Verbot durchsetzte.

Wie auch immer die Vergangenheit war, die "Amis" sind wieder längst weiter. Bei den Midterm-Wahlen vor einer Woche wurde auch in vier weiteren Bundesstaaten über den Umgang mit Cannabis abgestimmt. In drei von vier Staaten wird demnach künftig liberaler mit dem Thema umgegangen, Michigan legalisiert Cannabis auch als Genussmittel.

Cannabis-Studie:

Die Zahlen der Studie sind schon beeindruckend. Zum einen ist der errechnete Betrag von den gigantischen 2,66 Milliarden Euro pro Jahr für quasi Nichts, noch nicht einmal die völlige bittere Wahrheit. So sind die immensen Kosten für die Staatsanwaltschaft und die Gerichte mangels vorliegender Daten komplett nicht eingerechnet.

Laut Professor Haucap kostet zum Beispiel allein die Polizei rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Anstelle dieser Kosten würden laut dem Professor Einnahmen fließen: An erster Stelle käme wohl eine Art "Genussmittel-Steuer" wie bei Alkohol oder Tabak, die rund 640 Millionen Euro in die Kassen spülen würde, mit Umsatz- und Lohnsteuer könnten noch einmal rund 550 Millionen dazu kommen.

20.000 legale Arbeitsplätze

Nach den Berechnungen des Professors würden ungefähr 20 000 legale Arbeitsplätze entstehen. Diese Arbeitsplätze würden wieder Abgaben in die Sozialkassen fließen lassen. Wunderbare Idylle ... dazu würde eine solche Politik weitere unmenschliche Folgen verhindern: Die grausamen Drogenkriege in Drittstaaten und der Verdienst, der unter anderem dem IS und dem organisierten Verbrechen zu Gute kommt.

Die deutschen Politiker werden jedenfalls künftig um diese Zahlen nicht mehr herum kommen, der Deutsche Hanfverband hat den einzig richtigen Weg eingeschlagen: Zahlen, Fakten, wissenschaftliche Prognosen. Das ist jetzt einmal angestoßen, dem dürften jetzt weitere Erhebungen geradezu zwangsläufig folgen.