Wer ist die aus Saudiarabien stammende Person Fahad al-Fahad?

Der saudi-arabische Menschenrechtsaktivist Fahad al Fahad wurde am 11. Oktober 1982 in Jeddah City in Saudi-Arabien geboren.

Zusammen mit dem saudi-arabischen Internetblogger RAIF BADAWI, seiner Schwester SAMAR BADAWI und seinem mitinhaftierten Anwalt WALEED S. ABU AL-KHAIR, LOUJAIN AL-HATHLOUL, IMAN AL-NAFJAN, AZIZA AL-YOUSEF, gehört auch FAHAD AL-FAHAD zu den derzeit 20 inhaftierten Menschenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien.

Fahad al-Fahad fing seine Karriere an mit einem Studium an der King Fahd-Universität in Dharan in den Bereichen "Erdöl und Mineralien", das er mit einem Bachelor-Abschluß für Marketing beendete.

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Anschließend arbeitete er als Produktspezialist für ein führendes saudi-arabisches Konsumunternehmen.

Danach zog er nach England, wo er an der University of Hull, seinen Master-Abschluss in den Bereichen Werbung und Marketing machte.

Der Arabische Frühling und die Hoffnung auf Besserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung

Von Tunesien aus ging der Arabische Frühling, Auslöser war die Unzufriedenheit der Bevölkerung über die Lebenssituation in dem Land, weiter in die angrenzenden islamisch/arabischen Länder wie Marokko, Mauretanien, Algerien, Libyen, Ägypten, Sudan, Saudi-Arabien, Oman, Jemen, Jordanien, Irak, Iran und Syrien.

In Tunesien, Ägypten und Libyen konnten die alten Machthaber verdrängt werden. Nach der derzeitigen Nachrichtenwahrnehmung war der arabische Frühling, als Aufstände der Bevölkerung gegen die bisherigen Machhaber, Machtstrukturen und Lebensverhältnisse bisher nur in Tunesien erfolgreich.

In Syrien setzte ein Krieg gegen den dortigen Machthaber Baschar al Assad ein.

In Ägypten und Libyen, wurden die dortigen Machthaber zwar verdrängt, dennoch konnten sich dort dann eine Zeitlang Islamisten der IS(IS)-Gruppierung durchsetzen.

Fahad al-Fahad als saudi-arabischer Menschenrechtsaktivist

Der saudi-arabische Menschenrechtsaktivist Fahad al-Fahad hegte aufgrund des Arabischen Frühlings die Hoffnung, dass sich auch in seinem Heimatland Saudi-Arabien die Lebensverhältnisse zum Besseren ändern würden. Im selben Jahr, während er als Berater für das saudi-arabische Arbeitsministerium arbeitete, lernte er Waleed Abulkhair kennen und besuchte ein wöchentliches Forum für freie Rede in der Wohnung des prominenten Aktivisten und Anwalt.

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Al-Fahad trat regelmäßig mit anderen jungen Saudis in Abulkhairs Wohnung zusammen, um politische, kulturelle und religiöse Themen offen zu diskutieren.

Fahad al Fahad reiste im Jahre 2013 in den Libanon um dort an einem Kurzkursus zur Überwachung und Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen teilzunehmen, der von der Bahrain Society for Human Rights organisiert wurde. Er fungierte seit dieser Zeit als wichtige Informationsquelle über die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien und fungierte als Kontaktstelle für viele verschiedene internationale Organisationen, einschließlich Human Rights Watch.

Er ist ein starker Befürworter der Rechte der Frauen und Gleichstellung der Geschlechter. Ebenso können jetzt Frauen seit Sommer 2018 zum ersten Mal Autofahren.

Nach der Verhaftung Waleed Alubkhair 2014 verteidigte Fahad ihn auf Twitter und Facebook.

In Genf nahm Fahad al-Fahad im Jahre 2015 am Menschenrechtsrat teil, wo er in Zusammenarbeit mit dem Gulf Center for Human Rights (GC4HR) ein Podium zur Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien abhielt.

Die Verhaftung der Schwester Samar Badawi des Raif Badawi und Ehefrau von Waleed Abu Al-Khair erfolgte laut Nachrichtenmitteilungen am 12. Januar 2016. Al-Fahad war die einzige Person, die bei ihr in der Polizeistation blieb.

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Bestrafung und Verurteilung von Fahad al-Fahad

Im April 2016 wurde Fahad al-Fahad verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Außerdem verhängten die saudiarabischen Behörden ein zehnjähriges Reiseverbot und ein unbefristetes Schreib- und Social-Media-Verbot.

Saudi-Arabien als Urlaubsland und Touristenparadies?

Es gibt Pläne seitens des saudiarabischen Königsreichs und der Regierung Saudi-Arabien in ein Urlaubsland zu verwandeln, aber wenn man bedenkt, wieviele Menschen vollkommen zu Unrecht verhaftet wurden, unter ihnen Menschenrechtsaktivisten wie SAMAR BADAWI, RAIF BADAWI, WALEED S. ABU AL-KHAIR und auch FAHAD AL-FAHAD verhaftet wurden, kann man sich kaum, insbesondere da in Saudi-Arabien die Sharia - Gesetze mit Folter und Todesstrafe existieren, vorstellen, dort jemals als Tourist hinzureisen.

Es ist wichtig, daß sich Saudi-Arabien an Menschenrechte hält. Durch Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International bleibt man als interessierter Bürger stets auf dem laufenden.

Wenn der Islam eine Religion

- der Barmherzigkeit,

- des Friedes,

- der Vergebung

und

- der wunderbaren Schönheiten

sein soll, dann sollte es der saudiarabischen Regierung und dem saudiarabischen Königreich sicherlich leicht fallen, im Namen der Religion Islam, alle zu Unrecht verhafteten Menschenrechtsaktivsten und -aktivistinnen frei zu lassen, zumal diese niemals Menschen bedroht und verletzt haben.

Der Satz des RAIF BADAWI;

"Alle Menschen, egal ob Juden, Christen, Muslime und Atheisten, sind gleichwertig"

sollte in allen derzeit 195 Ländern der Welt gelten.

Mensch ist Mensch, egal, welcher Religion man angehört, welche Hautfarbe man hat oder aus welchen Ländern kommt.

Die Welt braucht Menschenrechtsaktivisten wie Fahad al-Fahad, die durch friedlichen Widerstand die Welt zu einer besseren und friedlicheren Welt gestalten können. Somit können auch besser Hunger, Not und Ungerechtigkeiten bekämpft werden.

Schlußworte des Autors

Als Deutscher erinnert man sich in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis 8. Mai 1945 an die Machtergreifung der Nationalsozialisten mit Gründung des Dritten Reiches in Deutschland.

Die Weimarer Republik und Anfänge der deutschen Demokratie wurden somit abgesetzt und Menschen die sich dem Nationalsozialismus entgegenstellten (Angehörige anderer Parteien und Widerstandsgruppen) oder nicht den Vorstellungen des Regimes (Ariergesetze, Antisemitismus und Menschen mit Behinderungen/Euthanasie) entsprachen, zuerst bedroht, dann verfolgt, gefoltert und ermordet.

Aufgrund des Holocaust, begangen von Deutschen und deren ausländischen Helfern an den Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland und allen von der Wehrmacht besetzten Gebieten während des dritten Reiches, hat Deutschland eine besondere Verantwortung gegenüber Israel und den jüdischen Mitbürgern in Deutschland.

Meine persönlichen Lebensregeln für ein gutes und einfaches Leben mit den Mitmenschen

1. "Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu!".

Wenn ich von meinen Mitmenschen erwarte, dass diese mich fair und gerecht behandeln, muss ich selber diese fair und gerecht behandeln.

2. "Tue Gutes und Dir wird Gutes getan werden!".

Gutes Tun tut im wahrsten Sinne des Wortes der Seele gut. Das Leben untereinander ist einfacher und stressfreier, wenn man seine Mitmenschen so weit wie möglich unterstützt. Wer weiß, inwieweit man eines Tages selber einmal von der Hilfe und Unterstützung seiner Mitmenschen abhängig ist.

3. "Mit dem Hut in der Hand kommt man durch das ganze Land".

Dieses bedeutet, dass man durch Freundlichkeit und Zuvorkommenheit eine entspannte und angenehme Atmosphäre schafft, sei es am Arbeitsplatz oder in der Familie/Verwandten, bei Freunden oder Bekannten.

4. "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück!".

Wenn ich meine Mitmenschen unfreundlich behandle werde ich ebenso behandelt, genauso, wenn ich freundlich im Tonfall bin.

5. "Tue Recht und Scheue Niemand!".

Mein Handeln setzte ich mit besten Wissen und Gewissen durch, ohne meine Mitmenschen zu verletzen und vor den Kopf zu stoßen, jedoch in einem gewissen bestimmten Rahmen um mich im Leben gut und erfolgreich durchsetzen zu können. Somit gebe ich mein Bestes in der Hoffnung, dass mich dieses im Leben gut und sicher voran bringt.

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