Urlaubsparadies Karibik

Um die Dominikanische Republik kommt kaum noch einer herum. Ob nun in Urlaubsprospekten oder von Erzählungen anderer, früher oder später fallt der Name dieses Karibik-Staates. Wer taucht bei dem Gedanken nicht in die Strand-Atmosphäre bei 30 Grad Celsius im Schatten durch die Kokospalmen und türkisfarbenes Wasser. Knapp vier Millionen Menschen bereisen dieses Land pro Jahr, um etwas zu Entspannung vom Alltag zu finden.

Einnahmen

Bei der Einreise müssen 10 Dollar für die Touristenkarte berappt werden.

Wer keine Dollar bei sich trägt, darf auch gerne in Euro zahlen. Also kommen pro Jahr 40 Millionen Dollar extra ins Land. Statistisch gesehen lässt ein Tourist 107 Dollar pro Tag im Land.

Wenn ein Gast also nur 10 Tage bleibt, sind es täglich zusätzlich 416 Millionen Dollar. Die Jahresstatistik kann sich jeder selber ausrechnen.

Innerhalb des Landes gibt es Freihandelszonen, die diverse Produkte aus der Textil- und Tabakindustrie produzieren. Das spült noch einmal ordentlich Geld in die Kasse.

Auf jedes Produkt, das im Land käuflich erworben wird, kommen noch je nach Produkt bis 18% Mehrwertsteuer in die Staatskasse.

Die Verkehrspolizei AMET sind ganz fleißige Bienchen wenn es um Strafzettel geht. Sie vergeben sogar Strafen an Leute die niemals ein Fahrzeug fuhren. Offizielle Zahlen zu diesen Tageseinnahmen habe ich leider nicht gefunden.

Was der Tourist sieht

Ein Tourist ist, wenn er das erste Mal das Land bereist, erstaunt über die Armut der fast 11 Millionen Einwohner.

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Deswegen wird das Land auch tatkräftig neben vielen privaten und religiösen Projekten durch die EU und den USA unterstützt. Die oben genannten Beispiele beinhalten noch längst nicht alle Staatseinnahmen.

Die Ausgaben hingegen für Bildung und der öffentlichen medizinische Versorgung werden gering gehalten. Wie ist also die Armut bei so wenigen Einwohnern zu erklären? Wenn der Tourist wagt, hinter die Kulissen zu schauen, sieht er auch extremen Reichtum und Luxus weniger, vor allem in der Hautstadt Santo Domingo und in Santiago de los Caballeros. Nur da wo starke Armut existiert, gibt es auch extremen Reichtum. Die Mittelschicht wird dadurch ausgeschaltet oder nur eine Mittelschicht vorgegaukelt. Politik und Wirtschaft gehen einen Kuhhandel ein, von dem nur eine bestimmte Gruppe lebt.

Auf keinem Fall soll dieser Artikel ein Aufruf sein, dieses Land nicht zu bereisen. Ganz im Gegenteil. Schließlich lebe ich seit vielen Jahren hier und sehe auch die positiven Seiten des Landes. Der Tourist soll einfach nur Dinge hinterfragen und sich das reale Land anschauen.