Die ehemals als Saigon bezeichnete Stadt war einst die Hauptstadt Südvietnams. Nach dem Vietnamkrieg wurde sie in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt. Heute ist sie die größte Stadt Vietnams. Ihre Funktion als Sitz der Regierung musste sie jedoch bei Kriegsende im Jahre 1975 an die jetzige Hauptstadt Hanoi abgeben.

Historisches Postamt

Direkt im Stadtzentrum, auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Kathedrale Notre Dame, befindet sich das altehrwürdige Postamt von Ho-Chi-Minh-Stadt. Ihre architektonische Gestaltung wird Gustave Eiffel, dem Architekten des gleichnamigen Turms in Paris, zugeschrieben. Das Gebäude wurde zwischen 1886 und 1891 erbaut.

Im Inneren sind an den Wänden fantastisch erhaltene Landkarten längst vergangener Tage zu sehen. Sie zeigen das ursprüngliche Südvietnam, die ehemalige Hauptstadt Saigon und den auch heute noch überwiegend von Chinesen bewohnten Stadtbezirk Cholon. Als imposantes Wandmosaik befindet sich an der Stirnseite der Halle ein Porträt des ehemaligen Präsidenten, Ho Chi Minh. Besonders sehenswert ist ebenfalls der aufwendig gestaltete Fliesenboden.

Übrigens ist das Postamt nicht nur eine interessante Touristenattraktion. Es hat sich bis heute seine ursprüngliche Funktion erhalten. So kann man hier genauso Briefmarken kaufen, wie Pakete versenden. Außerdem befinden sich im vorderen Bereich der Posthalle mehrere Souvenirläden und ein Stand zum Buchen von Ausflugs- und Besichtigungstouren.

Kathedrale Notre Dame

Die zwischen 1877 und 1883 erbaute Kathedrale Notre Dame ist eine beliebte Touristenattraktion im Herzen des Regierungsviertels von Ho-Chi-Minh-Stadt.

Sie liegt direkt gegenüber vom historischen Postamt. Die im neoromanischen Stil erbaute katholische Backsteinkirche hat zwei 40 Meter hohe, quadratische Türme mit eisernen Spitzen. Sie ist nach der heiligen Jungfrau Maria benannt und ihre Innenwände sind mit Gedenktafeln ausgestattet. Einige der ursprünglich eingebauten Glasfenster sind bis heute erhalten. Englischsprachige Mitarbeiter geben von Montag bis Samstag von 9:00 bis 11:00 Uhr touristische Informationen an interessierte Besucher heraus. Die Messe findet jeweils am Sonntagvormittag um 9.30 Uhr statt.

Binh Tay Markt

Das Gebäude des Hauptmarkts im Stadtbezirk Cholon verfügt über einen großen Glockenturm und einen zentralen Innenhof. Im Wesentlichen finden auf dem zum Großteil von Chinesen betriebenen Markt Geschäfte im Bereich des Großhandels statt. Trotzdem erfreut sich der Ort aufgrund seiner interessanten Struktur großer Beliebtheit bei Touristen aus aller Welt. Er wurde ursprünglich von den Franzosen in den 1880er-Jahren erbaut.

Für seinen Wiederaufbau nach dem Krieg beglich der in Guangdong geborene Philanthrop Quach Dam einen wesentlichen Teil der Kosten. Heute wird ihm dafür mit einer Statue gedacht. Sie kann im Museum der Schönen Künste bestaunt werden. Bei einem morgendlichen Besuch des Binh Tay Markts sollten es sich Urlauber nicht entgehen lassen, bei einem der Straßenverkäufer einen schmackhaften vietnamesischen Kaffee zu genießen.

Geschichtsmuseum

Dieses bemerkenswerte Museum wurde 1929 von der Société des Études Indochinoises erbaut. Es beherbergt heute eine sehenswerte Sammlung von Artefakten, die die Entwicklung der Kulturen Vietnams zeigt. So finden sich hier nicht nur Exponate, die der aus der Bronzezeit (etwa 2000 v. Chr.) stammenden Dong Son-Zivilisation zuzuordnen sind. Auch Fundstücke aus der Zeit der Funan-Zivilisation (1. bis 6. Jahrhundert n. Chr.) sind zu sehen. Das Museum befindet sich direkt im Haupttor zum botanischen Garten und Zoo der Stadt.

Opernhaus

Dieses imposante Gebäude aus der Kolonialzeit wurde im Jahre 1897 an der Kreuzung der Straßen Dong Khoi und Le Loi erbaut. Mit seiner geschwungenen Treppe zählt es zu den bekanntesten Häusern von Ho-Chi-Minh-Stadt. Heute beherbergt es das Stadttheater. Durch seine Architektur und das glamouröse Innenleben fängt das Opernhaus die Extravaganz der französischen Belle Epoque gelungen ein. Die Aufführungen reichen von Ballett und Oper bis zu Modern Dance und Musicals.