Was macht der professionelle Turner eigentlich so den ganzen Tag?

Na, schauen sie selbst! Hier die Goldkür von Fabian Hambüchen am Reck bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Unfassbar, was ein Mensch an einem Turngerät alles so veranstalten kann!

Unendlich viele Trainingseinheiten liegen hinter solch einer Übung. Wenn man Hambüchen so betrachtet, muss man sich eines vor Augen halten: Diese Goldmedaille hat ihn viel Schweiß und viele hundert Stunden Training gekostet.

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Im Normalfalle werden im Training mittlerweile alle sechs Geräte täglich trainiert, auf Weltklasse-Niveau. Dabei geht man wie folgt vor: Aufwärmen, dann gegebenfalls ein Ballspiel und danach etwa 30 Minuten Dehnungsübungen.

Dann sind die ersten 90 Minuten bereits vorbei. Nun folgt das Trainieren von Einzelteilen, beziehungsweise kurzen Kombinationen. Zuletzt mindestens sechs mal die erste Hälfte der Übung, dann sechs mal die zweite Hälfte der Übung und dann, zum Schluß sechs mal die komplette Kür.

Mittlerweile muss man schon zwischen sechs und acht Stunden am Tag trainieren, um in der Weltklasse mithalten zu könen.Aber Turnen kann auch sehr lustig sein!

Und Fabian kann nicht nur Reckturnen, sondern auch am Boden Gold gewinnen!

Zurück zu Hambüchens Lieblingsgerät, dem Reck. Warum ist das Turnen, insbesondere das Reckturnen, eigentlich so unendlich schwer? Es liegt schlicht daran, dass man exakt im richtigen Moment den richtigen Impuls geben muss. Hierbei geht es um Bruchteile von Sekunden. Trifft man hier nicht exakt den rechten Moment, fliegt man vom Gerät und alle Chancen auf vordere Plazierungen verfliegen mit.

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Eine andere Lieblingsdisziplin von Hambüchen sind die Ringe. Ringeübungen teilen sich etwa 50/50 auf in Kraftteile und Schwungteile. Mittlerweile werden Kraftteile geturnt, und zwar mehrere hintereinander, bei denen man sich fragt wie dies überhaupt menschenmöglich ist. Das Geräteturnen hat sich in den letzten 30 Jahren dermaßen weiter entwickelt, das hat kaum noch etwas mit dem Turnen aus der Zeit von Eberhard Gienger zu tun. Dank Fabian Hambüchen hat der Turnsport in Deutschland endlich die Popularität erreicht, welche ihm gebührt und "Fabi" hat Millionen Menschen mit seinen artistischen Einlagen begeistert.

Im Sommer 2016 hatte er in Rio Olympiagold gewonnen und seine internationale Karriere beendet, jetzt sagt er der WELT AM SONNTAG in einem Interview: „Ich könnte meine Rio-Übung turnen." Immer noch fit der Mann.

Alle Achtung und Danke Fabi!

https://de.blastingnews.com/sport/2017/12/nach-der-auslosung-ist-vor-der-wm-002198009.html

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