Nach dem letztjährigen Meistertitel, den er mit den Golden States Warriors holte, setzt Kevin Durant ein weiteres Ausrufezeichen. Als zweitjüngster NBA-Spieler aller Zeiten erreicht er die magische Grenze von 20.000 Punkten. Durant hat diesen Meilenstein im Alter von 29 Jahren und 103 Tagen erreicht, früher schaffte dies nur Lebron James, der die Marke im Alter von 28 Jahren und 17 Tagen erreicht hatte.

Der aktuell beste Spieler der NBA?

Seit Jahren gilt LeBron James als bester Spieler der NBA. Dennoch erheben sich immer wieder Stimmen - wie zuletzt die von Celtics-Legende Paul Pierce [VIDEO] - die Kevin Durant als besten Spieler der stärksten Basketballliga sehen.

Wer in dieser Liga als bester Spieler bezeichnet wird, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch der beste Spieler auf Erden!

In den Finals der Saison 2016-2017, die Golden State gegen die Cleveland Cavaliers von Lebron James gewann (3-1), wurde Kevin Durant zum MVP gewählt, zum Most Valuable Player also. In der regulären Saison hatte noch ein anderer Spieler diese Ehre erhalten, Russel Westbrook von den Oklahoma City Thunder.

Wenn man sich die aktuelle Lage in der NBA ansieht, scheint der Stern von Kevin Durant in der Tat heller zu leuchten als der seines lebenslangen Rivalen LeBron James. Durant spielt beim amtierenden Meister und aktuell führenden Team in der Western Conference. Mit 33 Siegen bei nur neun Niederlagen sind die Golden State Warriors wie immer "the team to beat in the West".

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Wer Meister werden möchte, muss dieses Team besiegen, ob in den Conference Finals als NBA-Team im Westen, oder eben in den Finals als Conference Champions im Osten.

Vom ewigen Loser zum glanzvollen Meister

In den letzten drei Jahren standen sich immer Golden State und Cleveland in den Finals gegenüber. Zweimal gewannen die Warriors, einmal die Cavs. Kevin Durant wechselte nach der Saison 2015-2016 zu den Warriors, nachdem er jahrelang mit Russel Westbrook vergeblich versuchte, den Meistertitel nach Oklahoma City zu holen.

Als Durant vor zwei Jahren zum Free Agent wurde, dachten nicht wenige, dass er in seine Heimatstadt Washington zu den Wizards wechseln würde, als Führungsspieler neben den talentierten John Wall und Bradley Beal. In der Tat war es bei den Thunder des öfteren zu Reibereien zwischen ihm und Westbrook gekommen, der ein besonder "balldominanter" Spieler ist, also jemand, der wenig Pässe spielt und lieber selber den Abschluss sucht.

Dabei ist Westbrook ein Point Guard, dessen Rolle es eigentlich ist, Bälle zu verteilen.

Auf dem Weg in die Conference Finals im Westen verloren die Thunder mit Durant und Westbrook zwar nur knapp gegen die Warriors aus Oakland, dennoch sah Durant seine Zukunft nicht mehr in Oklahoma City.

Titelgarantie mit den Golden State Warriors

Es wurden aber nicht die Washington Wizards, und auch nicht die Boston Celtics, die New York Knicks oder die San Antonio Spurs, bei denen Durant zum Megastar avanciert wäre. Nein, Durant wählte die vermeintliche einfachste Lösung zu seinem ersten Meisterring: die als unschlagbar geltenden Golden State Warriors mit ihren Scharfschützen Stephen Curry, Klay Thompson und einem der besten Abwehrspieler der Liga, Draymond Green.

Auch wenn die Warriors die Finals 2016 gegen Cleveland verloren, galten sie damals als das bessere Team. Lebron James und Kyrie Irving hatten Curry und Co nur dank herausragender Leistungen knapp besiegt. Golden State hatte in jener Saison sogar einen neuen Rekord für die reguläre Saison auf (73 Siege, 9 Niederlagen) aufgestellt. Kevin Durant hätten sie also nicht wirklich gebraucht!

Die Zukunft sieht rosig aus

Nach seinem Wechsel wurde Durant lange als "Cupcake" kritisiert, als jemand der den einfachen Weg zum Erfolg wählt, statt den Ehrgeiz zu haben, als wichtigster Spieler ein Team zum Titel zu führen. Aber der Erfolg gibt Durant recht: er ist auf dem besten Weg zum zweiten Mal den Champions-Titel zu holen. Denn im Westen scheinen die Mitfavoriten wie Houston Rockets, San Antonio Spurs oder Oklahoma City Thunder derzeit nicht in der Lage zu sein, die Warriors am Einzug in die Finals zu hindern.

Und im Osten ist der Dauerrivale Cleveland Cavaliers in einer misslichen Lage, von den letzten 10 Spielen gewann das Team von Lebron James nur 3. Das letzte Spiel gegen Toronto verloren die Cavs mit sage und schreibe 34 Punkten! In der aktuellen Tabelle der Eastern Conference hält sich das dominante Team der letzten 4 Jahre zwar noch auf Platz 3, der Trend geht aber weiter nach unten. Zumal viele Experten glauben, dass Lebron James nach Ende der Saison die Cavs verlassen wird.

Kevin Durant schwebt also auf der Erfolgswelle, während Lebron James trotz exzellenter persönlicher Stats mit seinem Team schwer zu kämpfen hat. Sollte Lebron James nächste Saison zu einem anderen (besseren) Team mit Top-Stars wechseln, könnte er vielleicht nochmal für glanzvolle Momente in seiner Karriere sorgen und die Legende von "King James" als bester Spieler seit Michael Jordan weiter festigen. Derzeit scheint jedoch Durant alles richtig zu machen, auf seinem Weg zum besten Spieler der NBA!