Das Finale der Weltmeisterschaft 1954

war das Endspiel der fünften Weltmeisterschaft in der Geschichte der FIFA. Das Spiel wurde am 4. Juli 1954 im Wankdorf-Stadion in Bern in der Schweiz ausgetragen und Deutschland besiegte die als haushohe Favoriten bewertete ungarische Nationalmannschaft mit 3: 2.

Das Finale

von 1954 wird oft als eines der größten Spiele in der WM-Geschichte betitelt und auch als größte Überraschung in der Fußballgeschichte überhaupt. Über das Fußballgeschehen hinaus schreiben einige Historiker dem Spiel einen nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Nachkriegsgeschichte zu, sowie ein Gefühl der wiedergewonnenen internationalen Anerkennung nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg.

Nicht nur In Deutschland ist dieses WM Finale allgemein als #Das Wunder von Bern bekannt.

Der Sieg brachte Deutschland den ersten von bisher vier WM-Titeln ein, die anderen folgten 1974, 1990 und 2014. Für Ungarn ist der zweite Platz im Jahr 1954 nach wie vor das beste WM-Ergebnis, zusammen mit dem zweiten Platz im Jahr 1938. Das Turnier 1954 ist bislang die einzige FIFA Fussball-Weltmeisterschaft, bei der zwei Teams aus Mitteleuropa das Finale bestritten haben. Österreich wurde Dritter.

Ungarns Team war der haushohe Favorit 1954

In den fünf Jahren vor dem Finale war Ungarn in 31 Spielen ungeschlagen geblieben

(32, wenn man ein Spiel gegen die DDR im Jahr 1952 zählt, das nicht als offizielles Nationalspiel gilt). Ungarn war auch der amtierende Olympiasieger und Gewinner des Central European International Cup 1953.

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1953 hatte Ungarn England mit 6:3 besiegt und war damit die erste Mannschaft außerhalb Großbritanniens und Irlands, die England im eigenen Land besiegen konnte. Ungarn musste für die WM 1954 keine Qualifikationsspiele absolvieren. da sich der Gegner Polen aus Mangel an Perspektiven zurückzog.

Die drei aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden deutschen Staaten - Westdeutschland, Ostdeutschland und das Protektorat Saar - wurden erst Ende 1950 von der FIFA zugelassen. Damit verpasste Deutschland die WM 1950. In den frühen 1950er Jahren baute Sepp Herberger die Nationalmannschaft wieder auf. Er war bereits zwischen 1936 und 1942 der deutsche Trainer gewesen. Das westdeutsche Team wurde um einen Kern von Spielern des 1. FC Kaiserslautern aufgebaut, dem deutschen Meister von 1951 und 1953, angeführt vom legendären Spielmacher Fritz Walter. Die Spieler waren Semi-Profis (Vertragsspieler), die typischerweise in einem zweiten Job arbeiteten, um über die Runden zu kommen. Vor dem Turnier von 1954 hatte Westdeutschland nur ein paar Freundschafts - Länderspiele und eine kurze Qualifikation gespielt, was die Gegner über die Qualität der Deutschen im Unklaren ließ. Was die Taktik anbelangt, befürwortete Herberger klare Rollen in der Abwehr, aber permanente Positionswechsel im Angriff.

Die Geburt des legendären Herberger Wirbels.

Damals war #Fußball noch Fußball, heute leider nur noch Kommerz und Geschäft! #Füßball WM