Eine Idee beim Bier, ein fulminanter Aufbau mitsamt Teasern durch lokale und regionale Medien von Print, Radio und TV, die erste Kreisoberliga-Partie im Steigerwaldstadion mit mehr als 900 Zuschauern, das Aufeinandertreffen der Schwager Iffarth, zudem ein Spitzenspiel. Und dann: 0:0!

So groß die Euphorie auf den Seiten des vorher Vierten Marbach und Zweiten An der Lache/Concordia zuvor war, so ernüchternd war zumindest die Torausbeute.

Ein außergewöhnliches Erlebnis boten die Organisatoren der rundum gelungenen Veranstaltung den Anhängern beider Vereine sowie etlichen neutralen Zuschauern des Fußballs des Kreises Erfurt-Sömmerda dennoch.

Und ein Happy End hätte es nach 85 arg durchwachsenen Minuten, die vor allem durch spieltechnischen Kampf und Krampf vor dem besonderen Ambiente geprägt waren, für beide Teams geben können.

Fulminante Schlussphase ohne das Quäntchen Glück auf beiden Seiten

Zunächst hatte Lache-Kapitän Andreas Koppe freistehend per Kopf den vermeintlichen Siegtreffer verpasst. Danach scheiterte Lukas Rümpler an seinen Nerven: Nach einem Flankenball von der rechten Seite schoss er aus sieben Metern Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Die Punkte zwei und drei, um die Distanz zu Spitzenreiter Gispersleben nicht größer werden zu lassen (vor dem Spieltag fünf Zähler), wanderten somit nicht an die Gäste.

Und der eine, den das 0:0 bedeutet, ging fast auch noch von Bord: Zwei Minuten vor Schluss stürmten die Sportfreunde aus Marbach auf einmal mit einer Vier-gegen-Zwei-Überzahl auf den Lache-Kasten zu.

Top Videos des Tages

Dessen Wächter Sascha Topf, der noch in der ersten Halbzeit einen Distanzschuss prächtig entschärft hatte, war nun bereits ausgespielt. Aus acht Metern traf jedoch der eingewechselte Thomas Cyriax nicht ins, sondern nur ans Tor – Querbalken!

Somit blieb beiden Kontrahenten ein unbefriedigendes Torlosremis – jedoch angesichts einer tollen Stimmung samt prächtigen Wetters auch eine tolle Erfahrung.

Trotz Spitzenspiel: Das Ergebnis war diesmal längst nicht alles

„Auf gefrorenem Untergrund war es für alle nicht besonders leicht, das soll aber keine Ausrede sein“, sagte Marbach-Verteidiger Michael Linke nach dem Spiel. „Aber dennoch hat es sicher allen riesigen Spaß gemacht. Und für uns geht es jetzt weiter: Wir sind in die Loge zum Bier eingeladen“, freute sich Linke auf die Fortsetzung des Tages im Steigerwaldstadion.

Statistik:

Marbach – An der Lache/Concordia 0:0

Marbach: Specht, Hermann, Sa. Iffarth (58. Cyriax), Helzig, Catterfeld, Janke, Schneider (66. Franke), Linke, Klose, Leib, Sänger (73. Scheler).

Lache: Topf, Hohmann, Werner (31. Schwarz), Krause, Co. Weis, Blau, Koppe, Chr. Weis (80. Rümpler), Se. Iffarth (83. John), Oswald, Beier.

seitenwechsel hintertorkamerad

Herbstmeister Gispersleben

Die Schneefußballer aus Stotternheim