Am Sonntagmorgen kam die überraschende Nachricht: Der VfB Stuttgart trennt sich von Aufstiegscoach Hannes Wolf! Doch warum musste der junge Coach bei den Schwaben gehen?

Diese Frage stellen sich derzeit vermutlich viele VfB-Fans. Er führte die Stuttgarter in die Bundesliga zurück und hielt sie dort eigentlich von den Abstiegsrängen fern. Die Trennung von ihm wirft Fragen auf.

Fakt ist: Es musste weitergehen und so stellte der VfB bereits am Montag seinen Nachfolger vor. Mit Tayfun Korkut verpflichteten die Schwaben einen alten Bekannten. Er trainierte zwischen 2011 und 2012 die U19 des VfB. Am Samstag steht er bereits vor einer schweren Aufgabe, wenn der VfB zu Gast beim VfL Wolfsburg ist.

Denn verliert der VfB, wird es heißen der Trainerwechsel ist bereits verpufft, gewinnt er, wird man sich fragen ob die Stuttgarter das nicht auch mit Hannes Wolf geschafft hätten. Sprich, die Verantwortlichen haben sich mit dem Rauswurf von Wolf selbst unnötig unter Druck gesetzt, denn Korkut muss von Anfang an liefern.

Die Schwaben stehen als Aufsteiger seit dem ersten Spieltag nicht mehr auf einem Abstiegsplatz und starteten mit einem Sieg gegen Hertha BSC (1:0) in die Rückrunde. Gegen Schalke verloren in dieser Saison erst vier Mannschaften! Trotz eines gruseligen Auftritts des VfB in Mainz, stehen die Weiß-Roten drei Punkte vor dem Relegationsplatz.

Bei den Schwaben ist, wie in den Vergangenheit, die Stimmung deutlich schlechter als die eigentliche Lage. In der Abstiegssaison war die Lage durchaus angespannter, die Lage war damals viel bedrohlicher als sie heuer ist.

Top Videos des Tages

Doch noch viel schlimmer scheint die Tatsache zu sein, dass sich der Verein von einem Weg abbringen lassen hat, den jüngst Ex-Sportvorstand Jan Schindelmeister und Ex-Trainer Hannes Wolf so erfolgreich eingeschlagen hatten. Und dieser Weg ist eigentlich alternativlos, wenn man heutzutage im Profifußball Erfolg haben möchte.

Eine unglückliche Aussage traf unterdessen Michael Reschke, als er Hannes Wolf öffentlich ankreidete: "Wir müssen uns in dieser Woche zusammensetzen, um uns taktische und spielerische Änderungen zu überlegen", wodurch er Wolfs taktische Fähigkeiten deutlich anzweifelte. Acht Tage später war Wolf beurlaubt.

Nur acht Monate nach dem Aufstieg, sind bereits beide Macher des Aufstiegs nicht mehr beim VfB tätig.

Wenn man an die Entlassung von Hannes Wolf denkt - denkt man irgendwie auch automatisch an die Wutrede von Bruno Labbadia zurück - die Trainer sind eben nicht die "Mülleimer" von allen Menschen. Doch wie heißt es so schön: So ist das Bundesliga-Geschäft.

Das ist der neue Mann neben Tayfun Korkut

Diese Leute dürfen Jupp Heynckes duzen