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Borussia Dortmund ist in der Rückrunde noch ungeschlagen. Zwar lieferten die Schwarz-Gelben beim 1:0 in Gladbach keine Gala-Vorstellung ab, fuhren aber den dritten Bundesliga-Sieg in Folge ein. Unter Trainer Peter Stöger sind die Borussen seit acht Meisterschaftsspielen ohne Niederlage. Die Hoffnungen auf eine Fortsetzung dieser Serie und weitere Erfolge mit dem Österreicher nährte eine Premiere im BVB-Mittelfeld.

Geniestreich zahlt sich aus

Erstmals in dieser Saison standen Andre Schürrle, Mario Götze und Marco Reus gemeinsam in der Startelf der Dortmunder und bildeten die neue Mittelfeld-Achse. Eine Maßnahme, die sich gleich auszahlte.

Denn das Trio war am entscheidenden Treffer beteiligt: Götze bediente Schürrle links im Strafraum. Der 27-Jährige fand Reus auf dem gegenseitigen Flügel. Der lange vom Verletzungspech geplagte Ball-Virtuose knallte die Kugel unter die Latte. Ein sehenswertes Tor.

Auf solche Geniestreiche haben die Dortmunder Anhänger lange warten müssen. Marco Reus, das Fan-Idol des BVB, fehlte satte acht Monate. Seit seinem Comeback vor zwei Wochen beim 2:0-Sieg gegen Hamburger SV bereichert der Nationalspieler die Offensive der Borussia. Auch die zwei Weltmeister im Team trafen zuletzt ins Schwarze. Götze gegen den HSV, Schürrle in der Europa-League gegen Atalanta Bergamo.

Götze, Schürrle und Reus sind seit eineinhalb Jahren beim achtmaligen Deutschen Meister vereint. Zusammen auf dem Feld stand das kreative Trio in dieser Zeit kaum.

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Es war im Sommer 2016, als WM-Siegtorschütze Mario Götze nach drei Spielzeiten bei den Bayern nach Dortmund zurückkehrte und Andre Schürrle seinem Kollegen folgte. Reus verpasste die Weltmeisterschaft in Brasilien wegen einer Sprunggelenksverletzung. Weitere Blessuren folgten.

Kaum gemeinsame Spielzeit

Es dauerte bis Ende Januar 2017, ehe der damalige Trainer Thomas Tuchel die drei Mittelfeldmänner auf den Platz bringen konnte. Als Götze nach 66 Minuten in Mainz eingewechselt wurde, führte der BVB damals durch einen Reus-Treffer nach Schürrle-Vorlage. Zum Sieg reichte es nicht, kurz vor Schluss gelang den Rheinhessen noch der 1:1-Ausgleich. Bis zum gestrigen Sonntag waren dies die einzigen gemeinsamen Spielminuten, welche die drei Profis im Dortmunder Trikot absolvierten.

In Gladbach kamen nun weitere hinzu: Götze, Schürrle und Reus bringen es zusammen auf rund 100 Minuten, also etwas mehr als ein Fußballspiel. Es soll, so hofft man im BVB-Lager, möglichst nicht wieder über ein Jahr vergehen, ehe das Dreiergespann vereint kickt. Denn eines ist gewiss: Das lange Ausharren und Bangen der treuen Fans, die viele Rückschläge und Strapazen der vergangenen Monate lassen sich durch schöne Momente aufwiegen.