Im Oktober schockierte #VfB-Sportvorstand Michael Reschke die VfB-Fans mit der Ankündigung die über Jahre unangefochtene Reservemannschaft, die derzeit in der Regionalliga Südwest ihre Runden dreht, vom Spielbetrieb abzumelden. Dies führte er bereits 2014 bei Ex-Verein Bayer 04 Leverkusen durch. Ein Zeichen dafür ist, dass keine Spieler mehr für die U23 mehr geholt werden, sowie keine Gespräche mehr über Vertragsverlängerungen geführt werden. Trotzdem wechselte vor kurzem Lukas Kiefer von Waldhof Mannheim bis Saisonende zu den Schwaben - gibt es also doch noch Hoffnungen auf den Verbleib im Spielbetrieb? Ob damit der neue Berater des VfB was zu tun hat? Vor wenigen Wochen verpflichteten die Stuttgarter den Ex-HSV-Manager Peter Knäbel, der die Schwaben im Jugendbereich beraten soll.

Fakt ist: Mehrere Leistungsträger verließen den VfB zuletzt - aufgrund mangelnder Perspektive?

Die Liste ist lang: Top-Torschütze Pascal Breier wechselte zu Sonnenhof Großaspach, Tobias Feisthammel wechselte nach Degerloch zu den Kickers, Talent Joel Sonora zieht es auf Leihbasis zu CA Talleres. Weiterhin wechselte Torhüter Niklas Bolten zu Union Fürstenwalde. Trainer Andreas Hinkel, der selbst jahrelang bei den Schwaben kickte, warnte davor, dass man nicht mehr wettbewerbsfähig bleibt.

Die wohl letzte Hoffnung im Nachwuchsbereich ruht nun darauf, dass Präsident Wolfgang Dietrich mit einem Machtwort den Plan des Sportvorstands durchkreuzt. Der Präsident wägt im Moment noch das Für und Wider ab.

Argumente für den Erhalt der U23 des VfB wären zum Beispiel, dass in der Vergangenheit mehrere Spieler nach Verletzungen in der zweiten Mannschaft Halt gefunden haben und langsam wieder Spielpraxis sammeln konnten.

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Auch für Spieler, die aus der A-#Jugend nicht den direkten Sprung zu den Profis schaffen, wäre ein Weg in die Regionalliga nicht der verkehrte Weg, bevor man die Spieler zu anderen Vereinen ausleiht. Vor allem hat man dann die Ausbildung der einzelnen Spieler nicht mehr in der eigenen Hand und kann schnell den Überblick verlieren.

Allerdings gibt es auch Argumente für eine Abmeldung der "Zweiten". So war beispielsweise das Interesse an den Heimspielen der U23 nicht wirklich groß. Meist waren mehr Gästefans als Heimfans im Gazi-Stadion. Das heißt, eine Abmeldung hat vorrangig auch wirtschaftliche Gründe. Bei der Frankfurter Eintracht war man beispielsweise nicht mehr bereit die hohe Stadionmiete zu zahlen, da wie beim VfB nur wenige Spieler den Sprung direkt in den Profikader schaffen. Der VfB kann hier auch das Geld direkt in den Nachwuchsetat stecken, beispielsweise ins Nachwuchsleistungszentrum. Eine weitere Rolle spielt: Je mehr Mannschaften, desto mehr Spielphilosophien. Auch beim VfB ist man interessiert eine einheitliche Spielphilosophie im ganzen Verein zu schaffen.

Letztendlich trifft die Entscheidung aber sowieso allein die sportliche Führung der Schwaben. Die endgültige Entscheidung, wie es mit der "Zweiten" weitergehen soll, wird im Februar gefällt.

Das ist der neue Co-Trainer des VfB!

Das ist Mittelfeldkrieger Santiago Ascacíbar! #VfB Stuttgart