Der 2:0-Auswärtserfolg auf dem Hartplatz des SV Alach war der vierte Punktspieldreier in Serie für die Fortuna aus Ingersleben, die sich darob zumindest über Nacht auf einen achtbaren sechsten Tabellenrang verbesserte. „Der Sieg war vollkommen verdient“, anerkannte auch Alach-Trainer Sven Schwens nach dem Duell die Leistung des Gegenübers. Vielmehr als allein mit dieser Partie hatte er mit dem Vorfeld jener zu kämpfen. „Vierzehn Absagen in vier Tagen. Insgesamt haben wir den dreißigsten Spieler in der Saison eingesetzt. Die Probleme liegen auf der Hand“, so Schwens, der sich als elfter Mann selbst das Trikot überstreifte und 66 Minuten auf dem Spielfeld stand.

Gleich in der zweiten Minute schaute er ähnlich kariert wie seine Mitstreiter, als Schiedsrichter Christian Fitzner auf den Punkt zeigte. „Lehmi war im Strafraum ausgerutscht und mit der Hand auf den Ball gefallen. Ist das ein Elfmeter?“, fragte Coach Schwens. Ingerslebens Sascha Heinemann fragte nicht, sondern verwandelte nach Stefan Lehmanns Missgeschick zur richtungsgebenden Führung.

Sascha Heinemann und Philipp Hartung dominieren das Mittelfeld

Heinemann war es im Zentrum der Fortuna auch, der mit Philipp Hartung geschickt die Fäden zog und den Hausherren jede Menge Kopfzerbrechen bescherte. Ingersleben kombinierte vorm Pausentee gefällig über außen, lediglich die sichere Innenverteidigung Alachs konnte Schlimmeres verhindern – noch.

Im zweiten Durchgang wollte Philipp Hoyer eine Situation spielerisch bereinigen, anstatt den Ball gegen drei anstürmende Gäste kompromisslos zu klären.

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Die schnappten sich das Spielgerät und vollendeten den Konter zur vorentscheidenden 2:0-Führung (Nick Wiegand, 69.).

Warum sich die Gäste indes danach auf einen offenen Schlagabtausch einließen, wussten sie wohl nach der Begegnung selbst nicht. Obwohl noch einige Tore auf beiden Seiten in der Luft lagen, blieb es bei dem Ergebnis. Letztlich war es auch wegen vierer Alu-Treffer Ingerslebens folgerichtig.

Olaf Gottfried war trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams zufrieden

„Für das erste Spiel der neuen Zeitrechnung bei Empor war unser Auftritt ganz in Ordnung. Wir haben drei Fehler zu viel gemacht, und die wurden bestraft.“ Die Worte nach dem 0:3 gegen Blau-Weiß 52/Eintracht von Olaf Gottfried, Trainer des SV Empor Erfurt, sollten nicht zuletzt seiner Mannschaft Kraft geben in einer Zeit des heftigen Umbruchs. „Fast eine komplette Mannschaft hat uns verlassen, da kann man zunächst nur viel Einsatz und Charakterstärke verlangen. Beides gibt es in dieser Truppe reichlich. Zudem kommen künftig auch einige Studenten wieder zurück.“

Noch eine Woche zuvor war Empor beim Zweiten An der Lache wegen Spielermangels nicht angetreten.

„So etwas hat es in diesem Verein mit der ersten Männermannschaft noch nicht gegeben, solange ich hier bin. Und das soll es auch nie wieder geben“, sagte das Hochheimer Urgestein Olaf Gottfried kampfbetont. Ähnlich kampfbetont gestaltete sich der Auftritt gegen den über Nacht auf den Bronzeplatz gesprungenen Kontrahenten. Bei Dominik Schröders „Riesen“ fehlten nur Zentimeter zur Führung (23.). Die fiel dann auf der anderen Seite, indem Steve Suffa den Ball im Nachgang einer tollen Parade von Keeper Robin Wawrzik im Kasten unterbrachte (27.).

„Zuvor gab es aber ein Foul. Pech für uns, dass der Pfiff ausblieb“, so Gottfried.

Einen anderen gab es zwar kurz vor der Halbzeitpause. Aus Sicht Gottfrieds jedoch ohne die passenden Konsequenzen: „Tobias Kropp war eigentlich durch und wurde gefoult. Eine Notbremse war es sowieso, ein Elfmeter eigentlich auch. Doch es gab nur Gelb und Freistoß. Für mich war es die Schlüsselszene. Wir haben das Glück derzeit nicht unbedingt gepachtet.“

Glück für die Elf von Gästetrainer Holger Gremler ist hingegen, dass sie Standards beherrscht: Nach einem Eckball köpfte Christoph Albrecht am langen Pfosten ein (57.). Den Schlusspunkt markierte der eingewechselte Marcel Volkmar, nachdem sein Team durch energisches Forechecking einen Fehler im Aufbauspiel der Hochheimer provoziert hatte (78.).

SV Alach – Fortuna Ingersleben 0:2

Alach: Lange, D. Blasse, Ziegler, Hoyer, Mile (76. Poprawa), Lehmann, Seifert, Klingstein, F. Blasse, Krause, Schwens (66. Schwens).

Ingersleben: Teubner, Luley (52. Legge), Eichner, Wiegand, Heinemann (46. Dolkowski), Scholz, Rochlitz, Hartung, Reichardt (55. Erfurt), Wildner, Krähmer.

T.: 0:1 Heinemann (2. HE), 0:2 Wiegand (69.).

Empor Erfurt – Blau-Weiß 52/Eintracht 0:3

Empor: Wawrzik, Eichner, Schrimpf, Schröder, Brandt, Gottfried, Potratz (51. Albadrany), Kropp, Lohfink, Sobek (72. Smajli), Kraulich.

BW 52: Hocke, C. Albrecht, Ulrich, Stötzer (55. Volkmar), Hellmund, Hubert, Papst (74. Hofmann), Rogowski, Ankaoglu, Suffa, Hellwig (55. Flackus).

T.: 0:1 Suffa (25.), 0:2 C. Albrecht (57.), 0:3 Volkmar (78.).

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seitenwechsel hintertorkamerad