Du Rietz zurück in Mannheim

Strahlend und gut gelaunt verkündete Oliver Roggisch den letzten Coup der Mannheimer: Nach dem Ausfall des Abwehrchefs Guardiola war nach einem Eratz Ausschau gehalten worden, den man nun in Person von Kim Ekdahl Du Rietz gefunden hatte. Der sympathische Schwede hatte erst am 10. Juni letzten Jahres seine Karriere vorzeitig beendet, angeblich weil ihm die Lust auf Profisport vergangen sei.

Nun ist der Rechtshänder wieder zurück bei dem Verein, der ihm so am Herzen liegt und dem er erneut zu Titeln verhelfen möchte. Bei seiner Vorstellung teilte er der Presse mir, dass er dachte, nie wieder einen Handball zu werfen.

Nachdem er aber von der misslichen Lage der Löwen mitbekommen hatte und um Aushilfe gebeten wurde, war seine Entscheidung aufgrund der tiefen Verbundenheit quasi schon vorbestimmt.

Du Rietz spendet Gehalt

Noch mehr als die Wahl zurück zu kommen, hat sein Statement bezüglich seiner Rolle bei dem Handballclub überrascht. Der studierte Psychologe mit der phenomenalen Sprungkraft verkündete, sein gesamtes Gehalt einem wohltätigen Zweck zu spenden und bat aus diesem Grund Fans auf Sozialen Netzwerken nach Vorschlägen.

Seine großzügige Entscheidung fand im Netz schnell Anklang und wurde auch von seiten der Funktionäre positiv aufgenommen. Oliver Roggisch verkündete seine Hochachtung für diese Aktion und sprach sich dafür aus, dass man sich daran ein Beispiel nehmen solle und Du Rietz ein großartiger Typ sei, den es so im Profisport sehr selten gäbe.

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Auch der Verein ließ verlauten, dass er die Aktion des Schweden zusätzlich finanziell unterstützen will.

Die Auszeit

Die Beweggründe des 28-Jährigen wirken authentisch und passen zu dem Bild des sympathischen, bodenständigen Riesen, der seine Karriere zu beenden gedachte und die Welt bereiste. Nach Stationen in Senegal, Liberia, Australien, Neuseeland und vielen Stops in der schwedischen Heimat, hatte sich du Rietz jüngst in Bordeaux niedergelassen, wo er mit einem jungen Mann und einer älteren Dame in einer WG wohnte.

Jetzt ist er zurück an alter Wirkungsstätte und wird sein Comeback voraussichtlich bereits am Dienstag im Pokal gegen Leipzig geben. Auch für die Champions League ist er nach der Gruppenphase spielberechtigt. Noch ist er von seiner früheren Form entfernt und erzählte, dass sich jeder Wurf anfühle, als würde seine Schulter explodieren. Er sei aber auch zuversichtlich, dass sich das bald wieder legen würde und er dann in voller Kraft seinem Club helfen könne.

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