„Ich bin stolz auf die Mannschaft und sehr zufrieden, dass wir unsere Serie ohne Niederlage auf zehn Spiele ausgebaut haben“, überwog die Freude von Nord-Trainer Christian Stieglitz nach dem 1:1 bei Landesklasse-Primus Eintracht Sondershausen, wenngleich der Rückstand von acht Punkten nach 90 intensiven Minuten weiterhin Bestand hatte.

Obwohl einige Leistungsträger wie Manh Van Pham und Norman Müller nicht zu Verfügung gestanden hatten, lieferte Nord dem Kontrahenten ein Duell auf Augenhöhe – und angesichts der Spielanteile gar noch mehr. „Wir hatten gefühlte siebzig Prozent Ballbesitz und mussten uns gegen einen tief stehenden und auf Konter lauernden Gegner behaupten.

Dass da die Räume eng sind, versteht sich von selbst“, analysierte Stieglitz. Dennoch vermochte der Gast, sich einige Chancen herauszuspielen. Die größte vergab, der dieses Mal hinter den Spitzen Andy Pham und Steffen Knabe aufgestellte, Stephan Wetzold. Doch fand der Ball bei seinem Versuch ebenso wenig den Weg ins Glück wie beim Abschluss Steffen Knabes. Letzter traf das Außennetz (24.).

Die Gäste lassen sich auch von einem Rückstand nicht beirren

Quasi im Gegenzug eroberten die Sondershäuser nach verlängertem Abstoß und dem daraus resultierenden Konter gegen Nords Dreierkette (Kenneth Rost, Christoph Weichert, Marvin Lugmeier) die Führung (25.). „Es war schon ärgerlich, dass wir trotz weiterer Chancen mit dem 0:1-Rückstand in die Kabine mussten“, so Stieglitz.

Doch trat sein Team auch nach dem Wechsel als Einheit auf und kam in der 54.

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Minute zum verdienten Ausgleich: Zunächst hatte Michel Wolfersdorf Andy Pham gesehen, der den vollstreckenden Steffen Knabe mustergültig bediente.

Da auch die Spielerwechsel (Marco Schuchardt für Marvin Lugmeier, Alan Ahmad für Marcel Pfreimer, Mic Metschulat für Phillip Menz) nicht den Hauch eines Leistungsabfalls bedeuteten, musste Sondershausen bis zum Schluss hellwach sein Acht-Punkte-Polster hüten. Bei einem Heber über Nord-Keeper Kevin Schoepe hinweg hätten es mit einem 2:1 auch elf Zähler werden können. Doch Tam-Long Pham rettete auf der Linie (82.). Gut und gern hätte in der Schlussminute der Vorsprung aufgrund eines 1:2 aber auch auf fünf Pünktchen zusammenschrumpfen können. Doch Mic Metschulats Fußspitze war nicht lang genug.

Sondershausen – FC Erfurt Nord 1:1

Nord: Schoepe, Rost, Pfreimer (70. Ahmad), Wetzold, A. Pham, T. Pham, Menz (86. Metschulat), Wolfersdorf, Knabe, Weichert, Lugmeier (54. Schuchardt).

T.: 1:0 Kukacka (25.), 1:1 Knabe (54.).

Christian Stieglitz blinzelt trotz des Remis noch ein wenig nach ganz vorn

seitenwechsel: Mit Blick auf die Restsaison äußerte sich Trainer Christian Stieglitz gelassen, obgleich ein klitzekleines Schielen gen Sondershausen zu erhaschen war: „Wir wollen unser junges Team weiterentwickeln und mit ihm unter die ersten Vier.

Und immerhin: Wenn wir daran denken, wie viele Spieler noch zurückkehren werden, wissen wir auch um unsere Substanz. Am Ende einer Saison wird bei einigen Mannschaften die Luft dünn. Jetzt steht fast noch eine komplette Halbserie aus. Und vor unserem einstigen Aufstieg in die Landesklasse betrug der Rückstand auch acht Punkte auf Spitzenreiter Empor Erfurt. Damals waren nur noch sechs Partien zu spielen.“

Weshalb ein Team zeitgleich auf beide Tore stürmte

Rote Karte wegen des Familiennamens

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