Der Erfolg spricht für Guardiola - auf internationaler Ebene findet man schwer einen Trainer, der so viele Erfolge vorweisen kann, wie der Katalane. Mit dem FC Barcelona setzte er den ersten Meilenstein in seiner einzigartigen Karriere, als er die Mannschaft über Jahre als führende Macht in Europa etablierte. Auch mit den Bayern und seinem jetzigen Club, Manchester City, feiert der Taktikfuchs Erfolge.

Müller-Wohlfahrt rechnet mit Guardiola ab

Neben der ganzen Anerkennung, die Guardiola zurecht zusteht, weht dem 47-Jährigen ab und an auch gehöriger Gegenwind entgegen. Ein neuer prominenter Kritiker hat sich jetzt in Bayern-Mannschaftsarzt Dr.

Müller Wohlfahrt gefunden. Der Experte betreut neben den Münchnern auch die deutsche Nationalelf und internationale Weltklassesportler wie den Sprinter Usain Bolt. Sein Ruf ist tadellos - dennoch soll es nach einigen Aussagen während der gemeinsamen Zeit bei Bayern immer wieder Konfrontationen mit Guardiola gegeben haben.

In seinem bald erscheinenden Buch "Mit den Händen sehen: Mein Leben und meine Medizin" beschreibt er die Umstände bei den Bayern und geht den Katalanen dabei scharf an. Demzufolge soll sich das Klima unter Guardiola merklich verschlechtert haben und viele Punktverluste von dem Trainer auf den Betreuerstab geschoben worden sein. Als Arzt habe man die Verantwortung für seine Spieler zu tragen, so Müller-Wohlfahrt weiter, das habe Guardiola nicht nachvollziehen können, der selbst meinte, dass er aus Spanien eine andere Qualität gewohnt sei.

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2015 hatte der Arzt dem FC Bayern München nach langer und erfolgreicher Zusammenarbeit den Rücken gekehrt, weil das Verhältnis zu Guardiola einen gemeinsamen Weg unmöglich gemacht haben soll.

Kritik an den Methoden des Katalanen

Müller-Wohlfahrt packt weiter aus, indem er die Methoden Guardiolas kritisiert. Dieser habe bewährte Konzepte und wichtige medizinische Maßnahmen über den Haufen geworfen und beim Rekordmeister so veraltete Zustände hervorgerufen. Außerdem schreibt der Arzt über das fehlende Vertrauen in ihn und sein Team und die zweifelhafte Einstellung zur Fitness der Spieler. Wirklich heftig geht der Deutsche Guardiola später an, als er ihn als "Menschen mit einem schwachen Selbstbewusstsein" bezeichnet, der vor Machtverlust Angst hätte und deshalb andere über diese Tatsachen hinwegzutäuschen versuche.

Weitere Meinungen Müller-Wohlfahrts wird es in seinem Buch zu lesen geben, welches dieses Jahr erscheinen wird.

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