4

Es waren gute aufbauende Wochen für den VfB im Jahr 2018. Zur großen Freude der Fans ist seit der sehr günstigen Rückkehr von Mario Gomez (32) eine positive Entwicklung im Stuttgarter-Kader zu erkennen. Mit ganzen sechs Toren seit der Winterpause ist sein Wert für den VfB Stuttgart indiskutabel. Dennoch kann man auch nicht leugnen, dass die Schwaben-Abwehr eine sehr wichtige Säule für den aktuellen Erfolg darstellt. Es hat seinen Grund, dass die Stuttgarter-Defensive als die zweibeste Defensive der Liga gilt. Nur der FC-Bayern mit insgesamt 18 Gegentoren kassierte weniger Gegentreffer als die Stuttgarter.

Kaum noch einsetzbare Spieler für die Abwehr der Schwaben

Der Kader konnte sich bisher auf eine stabile Defensive verlassen.

Seit sieben Spielen ist der VfB ungeschlagen. Nun fangen die Probleme an. Am kommenden Samstag trifft der VfB Stuttgart auf den HSV. Im öffentlichen Training konnten die wichtigen Abwehrspieler Timmo Baumgartl (22) und Dennis Aogo (31) zwar das Aufwärmprogramm mit der Mannschaft durchziehen, das richtige Training durften sie aber individuell weiter absolvieren. Während Baumgartl sich noch von einer Gehirnerschütterung erholt, muss Aogo die Probleme mit der Bauchmuskulatur auskurieren. Nach dem öffentlichen Training ist nicht davon auszugehen, dass einer von den beiden rechtzeitig wieder einsatzfähig sein wird. Das Fehlen dieser wichtigen Abwehrspieler wird ein großes Problem im nächsten Spiel sein. Denn durch die Sperre von Andreas Beck (31) fällt ein weiterer wichtiger Baustein in der Stuttgarter Defensive aus.

Top Videos des Tages

Ein möglicher Ersatz für Beck könnte der französische Nationalspieler Benjamin Pavard (21) sein. Sollte Baumgartl wieder einsatzfähig sein, wird er sehr wahrscheinlich neben Holger Badstuber in der Innenverteidigung Platz einnehmen. Ist Baumgartl nicht einsatzfähig muss Korkut vieles umstrukturieren und das macht er sehr ungerne. Er ist vom erfolgreichen Kader überzeugt und will bekanntlich wenige Änderungen tätigen müssen. Und ob ein Trainer es mag oder nicht, jeder weiß, dass zu viele Änderungen auf einmal keiner Mannschaft gut tun.

Erfolg des VfB Stuttgart lässt Kritiken an Trainer Tayfun Korkut immer leiser werden

Nach einem perfekten Start kann die Bilanz des neuen Coachs Tayfun Korkut (43) sich sehen lassen. Es gab aber sehr viel Kritik von den Medien, von Fans und von ehemaligen VfB-Spielern gegen den gebürtigen Schwaben. Denn die Entscheidung der VfB-Führung, sich von Hannes Wolf zu trennen, wurde nicht mit Begeisterung empfangen. Schliesslich hatte Wolf die Schwaben in einer sehr guten Saison aus der zweiten Liga in die erste zurückgeholt.

Die Leistung des neuen Coachs mit zehn Punkten aus vier Spielen war die beste Antwort auf die Skeptiker, die ihre Lautstärke etwas herunter gedreht haben. Dennoch weiß Korkut, dass ein guter Start keinesfalls seinen Verbleib sicher stellt. Viele Trainer haben in den vergangenen Jahren einen sehenswerten Start hinterlegt, wurden aber bei Komplikationen schnell wieder entlassen.