Der VfB Stuttgart ist zur Zeit in aller Munde. Sieben Spiele am Stück ungeschlagen, das gab es schon sehr lange nicht mehr. Zumindest nicht in der 1. Fußball Bundesliga. Tayfun Korkut hat schlichtweg alle überrascht - Die Fans, die Angestellten im Verein, letztendlich auch sich selbst. Es herrscht aktuell eine Euphorie rund um den Wasen, doch eine solche Euphorie gab es schon des Öfteren in der Vergangenheit rund um den VfB. Was Korkut bis jetzt in der Kürze der Zeit erreicht hat, verdient allerhöchsten Respekt, 37 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt hätte vor drei Monaten schlichtweg jeder VfB-Fan ohne zu zögern unterschrieben.

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Bei allem Optimismus kann die Leistung eines Trainers und einer Mannschaft aber unmöglich in sieben Spielen abschließend beurteilt werden. Es bleibt abzuwarten und ist sehr spannend, wie der VfB sich in der kommenden Saison 2018/2019 präsentiert. Wir gehen jetzt einfach mal vom Klassenerhalt aus, es müsste jetzt schon alles schief laufen, um noch abzusteigen.

Interessant wird es sein, ob ein hochveranlagter und technisch begabter Berkay Özcan eine faire Chance verdient. Was wird aus A.Donis, wie geht es mit Akolo weiter? Was ist mit Edeltechniker Mané? Wie wird auf die möglichen Abgänge von den Innenverteidigern Badstuber und Pavard reagiert? Auf diese und viele weitere Fragen müssen Korkut und Reschke Antworten finden.

Was wird die Zielsetzung des VfB Stuttgart in der kommende Saison? Wenn Europa als Ziel ausgegeben wird, kann sich das zu einer hohen Bürde entwickeln, heißt das Saisonziel Klassenerhalt, kann dies womöglich unglaubwürdig erscheinen, wenn jetzt noch einige Punkte geholt werden. Fakt ist, dass Gomez und Ginczek unheimlich wertvoll sind für Korkut und für den gesamten VfB. Die beiden Stürmer ergänzen sich gut und können beide Tore erzielen und auch vorbereiten.

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Kaminski und Baumgartl würde das neue Innenverteidiger-Duo wohl heißen, sollten Badstuber und Pavard dem VfB den Rücken kehren. Dann wäre natürlich ein weiterer Innenverteidiger zwingend auf der Einkaufsliste. Marc-Oliver Kempf wäre ablösefrei zu haben. Dieser Spieler hat mit Sicherheit ein sehr hohes Potenzial und kann sich noch gut entwickeln. Ascacibar muss auf jeden Fall gehalten werden. Er ist mit seiner Präsenz, mit seiner Einsatzbereitschaft und seinem aggressiven aber meist fairen Zweikampfverhalten nicht mehr aus dieser VfB Mannschaft raus zu denken.

In der kommenden Saison geht es vor allem darum, Ruhe in den Verein zu bringen und es zu schaffen, eine Saison von Anfang bis Ende rein gar nichts mit dem Abstieg und den Abstiegsrängen zu tun zu haben. Das wäre definitiv als Erfolg zu werten. Denn der VfB ist nicht so schlecht wie es zu Beginn der Rückrunde aussah, aber die letzten sieben Spiele darf man auch nicht isoliert betrachten. Denn in diesen sieben Spielen hatte der VfB Stuttgart unbestritten auch sehr viel Glück und die Siege allesamt mit einem einzigen Törchen Vorsprung eingefahren.

Natürlich, wenn man ein Tor mehr schießt als der Gegner, dann reicht das, dann ist das gut. Aber diese Ergebnisse zeigen eben auch, wie allerkleinste Nuancen über Sieg und Niederlage, über Triumph und Tragödie entscheiden. Es kann schnell nach oben, aber leider auch schnell nach unten gehen.

Ich wünsche mir weiterhin viele Punkte in dieser Saison für den VfB und für kommende Saison eine ungefährdete Spielzeit, bei dem sich einige Talente entwickeln können und Stuttgart nichts mit dem Abstieg zu tun hat.