Fußball ist ein Sport, in welchem der Schiedsrichter ein sehr große Rolle spielt. Er beeinflusst den Verlauf des Spiels maßgeblich und hat so eine große Verantwortung. Aber auch der Schiedsrichter ist nur ein Mensch und Menschen machen Fehler. So kann es zu Fehlentscheidungen kommen, egal wie objektiv der Schiedsrichter auch ist.

Gründe für die Einführung

Der Hauptgrund für die Einführung sind wohl Fehlentscheidungen die Schiedsrichter im Laufe eines Spieles treffen und somit den Ausgang des Spieles oder gar einer ganzen Saison bzw. eines ganzen Pokals beeinflussen. So kann es passieren, dass der Schiedsrichter ein Foul falsch deutet und so einen Spieler vom Platz verweist oder ein Elfmeter gegeben wird, welcher das Spiel entscheidet.

Aber auch ein Tor, welches fälschlicherweise gegeben bzw. nicht gegeben wurde gehört zu Fehlentscheidungen, welche nicht passieren dürfen.Ein gutes Beispiel hierfür ist ein WM Achtelfinalspiel 2010, bei welchem sich der Ball, der von einem englischen Stürmer geschossen wurde, klar hinter der Torlinie befand. Der Schiedsrichter sah dies aus seiner Perspektive aber nicht und lies das Spiel weiter laufen. Auch wenn Deutschland das Spiel mit 4:1 klar gewann, ist die Entscheidung doch eine, welche nicht hätte passieren dürfen. Gründe wie diese waren der Auslöser für die Einführung.

Gedanke hinter der Einführung

Der Assistent war als Ergänzung zu der 2012 eingeführten Torlinien Technologie gedacht und sollte somit das Spiel noch fairer gestalten. So wurde er erstmals in der Saison 16/17 in den Niederlanden benutzt und trug dort zu einigen Verbesserungen bei, sorgte aber auch für weitere Konflikte.

Top Videos des Tages

Seinen ersten Auftritt im deutschen Fußball hatte der Videoassistent in der Saison 17/18. Es war geplant, dass er, wie in den Niederlanden, Schiedsrichterentscheidungen, welche strittig sind, korrigiert und so zu einem besseren Spiel beiträgt.

Umsetzung und Kritik

Es war vorgesehen, dass bei strittigen Entscheidungen (hier als Beispiel Deutschland), das Team in Köln kontaktiert wird, welches sich die Szene aus bis zu 17 verschiedenen Kameraperspektiven anschaut und dann den Unparteiischen darüber informiert. Dieser kann sich die Szene auch einmal anschauen und hat beim „Urteil“ das letzte Wort. Dieser Gedanke ist grundsätzlich ein guter, die Umsetzung lässt teils aber noch zu wünschen übrig. Es werden oft Fehlentscheidungen trotz Videobeweis getroffen, welche den Verlauf des Spiels zu stark beeinflussen. Auch werden manche uneindeutige Szenen nicht vom Videoassistent korrigiert.

Es ist also verständlich, dass viele Fans und auch Medien den Videobeweis kritisch betrachten und ihn teils sogar wieder abschaffen wollen, bis das System fehlerfrei funktioniert.