Der VfB Stuttgart hat 28 Spieltage hinter sich gebracht und belegt derzeit den achten Tabellenplatz mit 38 Punkten. (Stand: 5. April 18)

Noch sechs Spieltage sind zu absolvieren, dann ist die aktuelle Bundesliga Saison auch schon wieder Geschichte. Der VfB spielt am Sonntag bei der Borussia in Dortmund, anschließend empfängt er zu Hause Hannover 96, es folgt ein weiteres Heimspiel gegen den SV Werder Bremen, daraufhin treten die Roten beim Auswärtsspiel in Leverkusen an. Am 33. Spieltag spielt Stuttgart gegen die Kraichgauer aus Hoffenheim und am 34. und damit letzten Spieltag geht es zum Rekordmeister FC Bayern München. Anbei eine Vorschau für die restlichen Spiele und meine persönliche Einschätzung zu den kommenden Spielen:

29. Spieltag: Borussia Dortmund - VfB Stuttgart:

Der BVB wird heiß sein auf diese Spiel, schließlich haben die Schwarz-Gelben vergangenes Wochenende ein blamables 0:6 gegen den FC Bayern gut zu machen.

Marco Reus wird wieder zur Verfügung stehen, er ist so etwas wie der VfB-Schreck bei Dortmund. Schließlich war er in seinen 13 Spielen an 14 Toren gegen den VfB beteiligt, jeweils sieben Tore und sieben Assists. Innenverteidiger Ömer Toprak ist für die Partie gegen die Schwaben ebenfalls wieder mit an Bord. Viele VfB Fans erinnern sich noch an das spektakuläre 4:4 vor rund sechs Jahren. Am 30. März 2012 fand dieses Spiel im Signal Iduna Park statt und gilt als eines der aufregendsten Spielen in der Bundesliga-Geschichte. Beim Hinspiel gewann der VfB mit 2:1 in der Mercedes-Benz-Arena. Das Auswärtsspiel in Dortmund diesen Sonntag wird alles andere als einfach für Stuttgart. Tendenz: Remis. Eine Niederlage muss man eigentlich einplanen, ein Auswärtssieg wäre phänomenal, den gab es in Dortmund allerdings zum letzten Mal vor 11 Jahren am 4.

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Februar 2007. Damals wurde Stuttgart Deutscher Meister.

30. Spieltag: VfB Stuttgart - Hannover 96:

Die Hannoveraner haben eine sehr starke Hinrunde gespielt, doch in der Rückrunde kommen sie nicht so richtig in die Gänge. Aktuell haben sie 32 Punkte auf der Habenseite und befinden sich noch im Abstiegskampf. Der VfB ist diese Saison enorm heimstark, es wird spannend zu sehen wie das Spiel gegen Hannover angegangen wird. Fraglich ist, ob der Ex-VfBler Martin Harnik für die 96er in der Startelf stehen wird, denn seinen Stammplatz hat er die letzten Wochen verloren. Man sollte Hannover nie unterschätzen, gegen RB Leipzig sind so noch einmal eindrucksvoll zurück gekommen und haben nach einem 1:3 Rückstand sogar noch das 3:3 erzielt, welches allerdings aberkannt wurde. In der Hinrunde konnte der VfB beim 1:1 in Hannover den ersten Auswärtspunkt der Saison einfahren. Tendenz: Knapper Heimsieg für den VfB oder ein Unentschieden.

31. Spieltag: VfB Stuttgart - SV Werder Bremen:

In den bisherigen 105 Bundesligaspielen gegen den SV Werder Bremen konnte Stuttgart 35 Mal gewinnen, verlor 38 Mal und spielte in 32 Partien unentschieden.

Die Bilanz ist insgesamt relativ ausgeglichen. Bei den Bremern läuft es gerade andersrum wie bei den Hannoveranern, Werder war in der Hinrunde nicht sonderlich gut, in den letzten Wochen hat das Team von Trainer Florian Kohfeldt allerdings deutlich zugelegt und ordentlich gepunktet. Bremen verfügt momentan über 36 Punkte und wird mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun haben. In der Vergangenheit gab es auch bei dieser Paarung meistens viele Tore und immer wieder spektakuläre Spiele. Es wird ein enges und knappes Spiel. Das Hinspiel endete 1:0 für Werder Bremen. Tendenz: Der VfB gewinnt 1:0.

32. Spieltag: Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart:

In der Vorrunde endete diese Partie 2:0 für Bayer. Das war gleichzeitig die erste Heim-Niederlage für den VfB in der aktuellen Saison. Den letzten Auswärtssieg in Leverkusen gab es für Stuttgart am 7. Februar 2009 beim 4:2 Sieg. Es wird also höchste Zeit mal wieder einen Sieg in Leverkusen einzufahren. Tendenz: Knapper Sieg für Bayer Leverkusen, für sie geht es noch um die Qualifikation zur Champions League.

33. Spieltag: VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim:

Das letzte Heimspiel gegen die Kraichgauer gewann der VfB zwar deutlich mit 5:1, stieg aber trotz des Kantersieges am Ende der Saison in die 2. Bundesliga ab. In der Hinrunde endete das Match 1:0 für Hoffenheim. Das einzige Tor erzielt Uth in der 81. Spielminute. Tendenz: VfB - Hoffenheim 1:1.

34. Spieltag: FC Bayern München - VfB Stuttgart:

Das Hinspiel verlor der VfB unglücklich und dramatisch mit 0:1. Ulreich parierte in der Nachspielzeit dieser Partie einen Foulelfmeter von Akolo. Insgesamt hat der VfB Stuttgart wie die allermeisten Bundesligavereine eine miserable Bilanz gegen den FC Bayern. Nur 23 der insgesamt 121 Spiele im direkten Duell konnten die Jungs vom Neckar siegreich gestalten. Sollte Bayern sowohl im Pokal-, als auch im Champions-League-Finale stehen, wird Heynckes auf jeden Fall einige Topspieler für das Duell gegen den VfB schonen. Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, wird Bayern ziemlich sicher nicht mit der Stammelf, sondern eher mit der zweiten Garde auflaufen. Der VfB kann es locker angehen und ohne Druck befreit aufspielen, es wird auch ein Duell Wagner gegen Gomez. Tendenz: 2:1 für Bayern.

Ich bin gespannt, wie diese Spiele tatsächlich enden werden, am liebsten wären mir natürlich sechs Siege, aber die wird es leider nicht geben. Für den VfB wird es wichtig sein, sich ordentlich auf diese Spiele vorzubereiten und diese höchstkonzentriert und mit vollem Ehrgeiz und Elan anzugehen. Der Klassenerhalt ist zwar geschafft, trotzdem muss die Mannschaftin jedem Spiel der letzten sechs Spiele 100% Leistungsbereitschaft zeigen.

Die Fehlpassquote gilt es zu senken und die Stürmer Gomez und Ginczek mit guten Flanken undbrauchbaren Pässen zu bedienen. Dem Trainer Korkut empfehle ich, auch mal Spieler wie A. Donis, Akolo und Özcan von Beginn an zu bringen, um variabler und unberechenbarer zu sein. Diese Spieler haben sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und in 90 Minuten können sie deutlich mehr zeigen als in 20-30 Minuten, wenn sie eingewechselt werden. Neue Impulse werden sicher nicht schaden und gegen Hamburg konnte man sehen, dass spielerisch und technisch noch viel Luft nach oben ist.