Der Wechsel von Trainer Nico Kovac zum FC Bayern München ist beschlossene Sache. Die Eintracht aus Frankfurt fahndet bereits seit einigen Tagen nach einem Nachfolger für den Erfolgstrainer (Wer folgt auf Kovac?). Doch auch bei Borussia Dortmund stehen die Zeichen für Trainer Peter Stöger deutlich auf Abschied. Der Borussia steht allem Anschein nach ein großer Umbruch ins Haus. Dass der Vertrag von Stöger über den Sommer hinaus verlängert wird, scheint ausgeschlossen.

Vertragsverlängerung von Stöger unwahrscheinlich

Für viel Verwirrung sorgte Borussia Dortmund, als man Peter Stöger im Winter als Nachfolger des gescheiterten Peter Bosz präsentierte.

War Stöger doch gerade eine Woche zuvor beim 1. FC Köln wegen Erfolglosigkeit entlassen worden. Nach anfänglichem Hoch in der Liga war Stöger der BVB-Trainer, der als neuer Coach in der Liga am längsten ungeschlagen blieb. Doch die unattraktive Spielweise sorgt dafür, dass der Österreicher sich ständiger Kritik ausgesetzt sieht. In der Europa League hatte die Borussia große Probleme gegen Atalanta Bergamo überhaupt die nächste Runde zu erreichen, gegen RB Salzburg war dann Schluss. Auch in der Liga setzte es empfindliche Niederlagen gegen die Bayern (Anm.: 0:6) und jüngst gegen den FC Schalke 04 im Revierderby. Gerade im Offensivspiel wirkt die Mannschaft der Borussia völlig ideen- und hilflos. Da nützt es auch wenig, dass Stöger im Vergleich zu seinem Vorgänger der Abwehr wieder mehr Stabilität verleihen konnte.

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Eine Verlängerung des am 30. Juni auslaufenden Vertrages käme nach jetzigem Stand genauso überraschend wie die Verpflichtung von Stöger im letzten Winter.

Zwei Mannschaften - Ein Trainerkandidat

Gerüchten zufolge sind sowohl Eintracht Frankfurt als auch Borussia Dortmund nun auf einen Trainer aufmerksam geworden, der von der Gerüchteküche bisweilen verschont geblieben ist: RB Salzburg-Trainer Marco Rose. Der gebürtige Leipziger steht in Salzburg noch bis 2019 unter Vertrag. In diesem Sommer könnte der Verein also letztmalig eine Ablöse für seinen Trainer kassieren. Mit dem österreichischen Meister erreichte er jüngst das Halbfinale der Europa League und machte sich so auch über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen. Für die Borussia aus Dortmund wäre die Personalie sicherlich interessant, da man Roses Arbeit in den beiden Spielen der Salzburger gegen Dortmund bestens begutachten konnte. Erfrischend unbekümmerten Offensivfußball bekam die Dortmunder Führungsetage um Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke zu sehen.

Leider nicht von ihrer Mannschaft. So ist es also nicht auszuschließen, dass Rose durchaus ein Kandidat bei der Borussia ist. Auch Eintracht Frankfurt ist die gute Arbeit des Übungsleiters sicher nicht verborgen geblieben.

Bei beiden Mannschaften ist Rose jedoch nicht der einzige Kandidat. Beim BVB gilt Lucien Favre, der angeblich auch beim FC Bayern auf dem Zettel stand (Favre ein Kandidat bei den Bayern), als der große Favorit auf den Trainerposten. Per Ausstiegsklausel könnte er OGC Nizza verlassen.

Bei der Frankfurter Eintracht kursierten laut Sky zuletzt die Namen Markus Weinzierl und Jens Keller, beide vereinslos, sowie André Breitenreiter von Hannover 96.