Kaum ein Thema hält sich in den Medien so hartnäckig wie die Frage nach dem Nachfolger von #Jupp Heynckes, der nach der laufenden Saison seine Trainerrente fortsetzt. Lange Zeit hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß versucht, seinen Freund von einem Verbleib zu überzeugen, machte ihm immer wieder öffentliche Avancen. Doch Heynckes lehnte nun endgültig ab, obwohl es zwischenzeitlich so schien, als überlege er es sich noch einmal (Entschiedenes 'Jein').

Liste der Kandidaten ist lang

Auf einheitliche Anforderungen an den neuen Trainer können sich Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nicht so richtig einigen. Zumindest wirkt es für Außenstehende so.

"Deutsch soll er können" ist bisher die einzige Aussage, die die beiden Alphatiere des #FC Bayern München wohl sofort unterschreiben würden. Damit dezimiert sich die Liste der Kandidaten direkt um zwei bekannte Namen: Mauricio Pochettino von den Tottenham Hotspurs und Luis Enrique, ehemaliger Trainer des FC Barcelona, sprechen beide kein Deutsch.

Nach der Absage von Wunschkandidat Nummer eins, Thomas Tuchel, den es wohl zu Paris St. Germain zieht, bleiben noch fünf Kandidaten mit Deutschkenntnissen übrig. Gegen den zu jungen Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim entschied man sich bereits früh. Auch Jürgen Klopp, der mit dem FC Liverpool gerade überraschend ins Halbfinale der Champions League einzog, ist sicher nicht auf dem Markt. Die weiteren Kandidaten: Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig, Nico Kovac von Eintracht Frankfurt und Lucien Favre vom OGC Nizza (Wer wird der neue Bayern Trainer).

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In diese Riege der Kandidaten reiht sich nun Gerüchten zufolge auch #Domenico Tedesco vom FC Schalke 04 ein.

Schalke-Manager Christian Heidel schob diesem Gerücht in einem Interview mit t-online gleich einen Riegel vor: "Er (Anm.: Tedesco) wird langfristig bleiben - Punkt. [...] Ich kann mir keinen besseren vorstellen und kein Szenario, das das ändern könnte. [...] Domenico würde darüber überhaupt nicht nachdenken, weil er weiß, dass er hier in diesem großen Verein mit 32 Jahren und zwölf Zweitligaspielen im Rücken eine Chance bekommen hat. Domenico ist ein Mensch mit einem großen Pflichtgefühl, der etwas zurückgeben möchte. Da gibt es nullkommanull Chancen".

Ist Tedesco eine Option?

Sicher ist, dass jeder Trainer der Bundesliga darüber nachdenken würde, wenn der FC Bayern anklopft. Doch ob Domenico Tedesco wirklich für die Bayern in Frage kommt, bleibt zumindest zu bezweifeln. Wie Heidel bereits erwähnte, hat Tedesco noch nicht einmal eine ganze Bundesliga-Saison auf der Trainerbank gesessen und zuvor die Erfahrung von zwölf Zweitligaspielen als Trainer im Profifußball gesammelt.

Julian Nagelsmann war den Bayern mit mittlerweile zwei Jahren als Trainer im Profifußball zu unerfahren. Tedesco (32) und Nagelsmann (30) haben zudem in ihren jungen Jahren bis dato keine bis wenig Erfahrung im Europapokal sammeln können. Ebenfalls ein Kriterium, das gegen Tedesco spricht.

Die Gefahr, dass altgediente Stars wie Franck Ribery und Arjen Robben gegen einen unerfahrenen Trainer, der jünger ist als sie, rebellieren, ist schlichtweg zu groß. Die aktuelle Saison zeigt, dass selbst Jupp Heynckes seine beiden Diven öfter mal ausbremsen muss, wenn diese gegen ihren Willen ausgewechselt werden oder gar von Beginn an auf der Bank Platz nehmen müssen. Somit ist es für den FC Bayern unerlässlich, dass der neue Trainer einen gewissen Erfahrungsschatz im Umgang mit großen, als auch schwierigen Spielern besitzt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Domenico Tedesco im nächsten Jahr auf der Trainerbank von Bayern München sitzt, geht also gegen Null.