Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen, der Deutsche Meister steht fest und die Frage nach dem neuen Trainer des FC Bayern München ist auch endlich beantwortet. Nico Kovac soll es ab 01. Juli nun bei den Bayern richten. Zeit, sich wieder den wichtigen Fragen im Fußball zu widmen: Wer wechselt im Sommer wo hin?

Kenedy zu den Bayern?

Die erste Frage, die sich der neue Trainer der Bayern nun stellen muss ist die, ob man den Vertrag mit Rafinha verlängert oder ob man die Verjüngung der Mannschaft vorantreibt. Als Kandidat für die Wachablöse als neuer Außenverteidiger gild der Brasilianer Kenedy, derzeit vom FC Chelsea an Newcastle United verliehen.

Während Rafinha wohl gerne bleiben würde, hat man sich bei den Bayern offensichtlich darauf festgelegt, den Vertrag des 32 Jahre alten Brasilianers nicht zu verlängern (Transfergerüchte Bayern München). Kenedy kann sowohl als Linksaußen als auch als Linksverteidiger auflaufen. In 13 Spielen für die Magpies gelangen ihm bereits drei Tore. Billig wäre Kenedy definitiv nicht. Auch Paris St. Germain und der momentan ausleihende Verein aus Newcastle würden ihn gern verpflichten.

Einschätzung: Wenn Rafinha bleibt, wird Kenedy nicht kommen. Die Chancen stehen wohl 50/50, schließlich bringt Rafinha teils überragende Leistungen, wenn die Bayern ihn brauchen. Bei ihm weiß man, was man hat. Allgemein scheint die Verjüngung des Teams noch ein Jahr aufgeschoben, gerade eben wurde der Vertrag mit Franck Ribery um ein Jahr verlängert (Ribery verlängert in München).

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Warschewski zum VfB Stuttgart?

Der VfB Stuttgart ist in den Transfervorbereitungen für die neue Saison schon einige Schritte weiter. Der Wechsel von Marc-Oliver Kempf vom SC Freiburg soll nur noch Formsache sein. Kempf ist ablösefrei zu haben, da sein Vertrag ausläuft. Auch Lucas Galvao steht auf dem Zettel der Stuttgarter. Der Brasilianer in Diensten von SK Rapid kann sowhl in der Innenverteidigung als auch auf den defensiven Außenbahnen eingesetzt werden.

Für die Offensive ist der VfB offenbar auf Tobias Warschewski von Preußen Münster aufmerksam geworden. Der 20-jährige Mittelstürmer kommt in dieser Saison auf elf Teileinsätze in der 3. Liga und bereitete ein Tor vor. Für die deutsche U19-Nationalmannschaft erzielte er zwei Tore in vier Spielen. Als sofortige Hilfe ist Warschewski beim VfB sicher nicht eingeplant, aber mit Blick auf die Zukunft wäre Warschewski eine gute Investition, gilt er doch als großes Talent. Sollte man einen Transfer wirklich in Betracht ziehen, stehen die Chancen gut, Warschewski auch in die Bundesliga zu locken.

Backup für Piszcek beim BVB? Weigl zu Man City?

Mit 32 Jahren gehört Lukas Piszcek bei Borussia Dortmund schon zum alten Eisen. Jeremy Toljan, der vor der Saison von der TSG Hoffenheim kam, als auch Eigengewächs Felix Passlak, haben bisher die Erwartungen nicht erfüllt. Deshalb fahndet der BVB nach einem neuen Backup für Piszcek, der über kurz oder lang die Rolle des Rechtsverteidigers übernehmen wird. Gerüchten zufolge ist der Brasilianer Militao ins Blickfeld der Schwarz-Gelben gerückt. Dem 20-jährigen gelang in der vergangenen Saison der Durchbruch als Rechtsverteidiger beim FC Sao Paulo. Auch wenn der BVB mit Dede und Evanilson vor Jahren gute Erfahrungen mit Brasilianern auf der Außenverteidigerposition gemacht hat, wird man jedoch sehr vorsichtig sein und keinen Mondpreis für einen Spieler ausgeben, der sein Können bisher nur in der mittelklassigen brasilianischen Liga unter Beweis gestellt hat.

Dass Pep Guardiola seit jeher ein großer Fan von Julian Weigl ist, ist kein Geheimnis. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auch in diesem Sommer wieder das Gerücht aufkommt, Pep wolle Weigl zu sich nach Manchester holen. Die englische Times bezifferte eine mögliche Ablösesumme auf umgerechnet 46 Millionen Euro. Auch wenn Manchester City für Weigl sicherlich ein reizvolles Abenteuer wäre, ist es doch nicht zu erwarten, dass Borussia Dortmund bei den aktuellen Ablösesummen Weigl für einen Spottpreis ziehen lässt.

Chance auf Nastasic-Verbleib wird größer

Die Kreuzbandverletzung von Matija Nastasic lässt beim FC Schalke 04 die Hoffnung aufkommen, den Vertrag mit dem verletzten Innenverteidiger zu verlängern. Bis dato enthält sein Vertrag eiine Ausstiegsklausel für läppische 10 Millionen Euro, die Nastasic im Sommer ziehen könnte. Mit Salif Sané haben die Gelsenkirchener zwar einen neuen Innenverteidiger von Hannover 96 loseisen können, doch wären sie sicher gut beraten, die Gunst der Stunde zu nutzen und Nastasic einen neuen Vertrag ohne Ausstiegsklausel anzubieten.