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Ein ganzes Jahr ist es nun her, seitdem der damalige Zweitligist VfB Stuttgart den badischen Nachbarn Karlsruher SC, der mittlerweile in der dritten Liga um den Aufstieg spielt, zuhause durch zwei Tore von Takuma Asano mit 2:0 besiegt hat. Ein Jahr indem sich bei den Schwaben nicht nur sportlich, sondern auch personell einiges verändert hat. Denn bereits gut sechs Wochen nach dem Derbysieg über den KSC gab es keine Zweifel mehr daran, dass man in der Mercedes-Benz-Arena Stuttgart, 2017/2018 wieder Bundesliga-Fußball sehen kann. Am letzten Spieltag machten die Schwaben den Aufstieg und die Rückkehr ins Oberhaus mit einem 4:1-Heimsieg über die Würzburger Kickers perfekt.

Und nur eine Woche später legten die Schwaben einen weiteren Grundstein für die Zukunft, als man Anfang Juni für die Ausgliederung der Profiabteilung in eine AG stimmte. Seitdem gehören der Daimler AG 11,75% am e.V., die Schwaben kassierten dafür knapp über 40 Millionen Euro.

Nach dem Aufstieg verließen viele Spieler den Verein, sodass der VfB nach dem Abstieg einen erneuten personellen Umbruch zu bewältigen hatten. Green, Kliment, Klein, Langerak, Maxim, Onguene, Sarpei, Sunjic, Tashchy, Uphoff, Werner und Zimmer verließen den Klub. Teilweise ablösefrei, teilweise auf Leihbasis. Mit Ailton, Akolo, Aogo, Ascacibar, Badstuber, Beck, Burnic, Donis, Mangala, Meyer und Zieler verpflichteten die Stuttgarter aber auch eine gute Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielern.

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Noch vor Saisonbeginn hat der VfB Ex-Sportvorstand Jan Schindelmeiser von seinen Aufgaben entbunden und freigestellt. Sein Nachfolger wurde der Rheinländer Michael Reschke, der zuvor bei Rekordmeister Bayern München als Technischer Direktor angestellt war.

Nachdem man für die Verhältnisse eines Aufsteigers gut in die Saison gestartet war und auch im Pokal bis ins Achtelfinale einzog folgte gegen Ende der Rückrunde der Absturz in den Abstiegskampf. Zudem folgte im Dezember das Ausscheiden im DFB-Pokal.

In der Winterpause verpflichteten die Schwaben dann mit Mario Gomez einen altbekannten Jungen Wilden, mussten im Gegenzug aber auch Aufstiegsheld Simon Terodde ziehen lassen, der in seine Heimatstadt Köln zurückwollte. Desweiteren verließen Brekalo, Grgic, Ailton und Ofori den Verein. Mit Thommy und Bruun Larsen verpflichtete der Aufsteiger zwei weitere junge Spieler. Besonders Erik Thommy machte in seinen ersten Spielen für den roten Brustring auf sich aufmerksam.

In die Rückstunde startete der VfB mit einem Heimsieg gegen Hertha BSC, auch wenn das Zustandekommen schmeichelhaft war.

Im Anschluss folgten zwei Pleiten gegen Mainz und Schalke, woraufhin Hannes Wolf als Trainer beim VfB entlassen wurde. Nur einen Tag später verpflichteten die Schwaben Tayfun Korkut, der mit viel Gegenwind bei den VfB-Fans empfangen wurde. Doch Korkut schaffte in seinen ersten acht Spielen fünf Siege und drei Unentschieden und blieb bis zur gestrigen 0:3-Niederlage bei Borussia Dortmund ungeschlagen und führte den VfB in die obere Tabellenhälfte und so gut wie sicher auch zum Klassenerhalt!

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