Keine 48 Stunden liegen zwischen den Landesklasse-Spielen der Fußballer des FSV Kölleda gegen den FC Erfurt Nord (1:3) und beim Kreisrivalen FSV Sömmerda (Dienstag, 15 Uhr). Zeit für Trainer Matthias Friedrich, ein emsiges Wundenlecken nach der insgesamt etwas unglücklichen Niederlage gegen den Vierten anzuordnen, bleibt kaum. Und so blickte er nur wenige Stunden nach der Sonntagsniederlage auch schon wieder kampfeslustig gen Kreisstadt Sömmerda: „Das Team aus Sömmerda entwickelt sich gut und wird meiner Einschätzung nach in den nächsten Jahren noch weiter vorn mitspielen. Uns interessiert aber jetzt nur dieses eine Spiel, und das wollen wir unbedingt gewinnen.“

Sein Verweis auf die Notwendigkeit ist mit Blick auf die Tabelle so logisch wie kurz und bündig.

Sechs Zähler Rückstand auf das aktuell rettende Ufer VfB Artern haben die Kölledaer. In Sömmerda ziehen sie nach Spielanzahl gleich mit Artern, sodass acht Runden vor Schluss ein bereinigter Rückstand von drei Punkten möglich wäre. Zuhause trifft der FSV 06 zudem noch auf Artern. Verloren ist also in Sachen Klassenerhalt für den aktuellen Kreismeister Erfurt-Sömmerda noch gar nichts.

Trotz des Dreichfachschützens Steffen Knabe: Alle überragt hat Keeper Kevin Schoepe

„Zumal wir auch gegen Nord gut mitgehalten hatten. Ein Unentschieden wäre vermutlich das gerechte Ergebnis gewesen“, urteilte Friedrich. „Doch die Erfurter waren im letzten Drittel konsequenter als wir und hatten mit Torhüter Kevin Schoepe den überragenden Mann auf dem Platz in ihren Reihen.“

Der hatte bereits in der Anfangsphase im Eins-gegen-eins gegen Jozsef Patalenszki pariert (10.), Marc Kümmerlings Schuss zum Eckball abwehren können (16.), bevor er später gegen Peter Bota ein scheinbar sicheres Tor mit herausragender Fußbabwehr verhinderte.

„Aus elf Metern hatte Peter alles richtig gemacht und den Ball gegen die Laufrichtung des Torwarts geschoben. Ich weiß nicht, wie er den gehalten hat“, grübelte Friedrich noch eine Weile.

Auf der anderen Seite hatte allerdings auch Nord bei zwei Alu-Treffern die Möglichkeit, noch im ersten Durchgang in Front zu ziehen.

Das holte dann Dreifachschütze Steffen Knabe in der 54. Minute infolge einer ansehnlich vorgetragenen Kombination der Gäste nach. Während Bota für Kölleda drei Minuten später den Ausgleich um Zentimeter verpasst hatte, machte es Knabe nach einem Konter auf der anderen Seite besser – 0:2 (60.).

Pech für Kölleda: Der Elfmeterpfiff bleibt aus

Dann auch noch Pech für die Hausherren: „Den Schuss von Marc Kümmerling hatte ein Feldspieler Nords eindeutig mit der Hand auf der Torlinie gehalten. Glasklarer Elfmeter, das hat selbst der Gegner nach dem Spiel gesagt“, so Friedrich über die Szene in der 68. Minute. Ein Elfmeterpfiff blieb indes aus. Nicht aber der verspätete Anschlusstreffer durch Mate Varga, der vom guten Timing beim Pass Kümmerlings profitierte (71.).

Kölleda ging naturgemäß in der Schlussphase hohes Risiko, spielte mit drei Spitzen – und fing sich den Konter zum 1:3 durch Knabe ein (90.).

FSV Kölleda – FC Erfurt Nord 1:3

Kölleda: Farkas, Bin Khaled (84. Schaar), Löser, Abdu Chebli, Patalenszki, Ali Chebli, Kümmerling, Zeiße, Ladanyi, Varga, Bota.

Nord: Schoepe, Rost, Wetzold, Schuchardt, Decker (20. Müller), Menz, Koch, Wolfersdorf (67. Metschulat), Kolpar (74. M. Pham), Thiele, Knabe.

T.: 0:1, 0:2 Knabe (54., 60.), 1:2 Varga (71.), 1:3 Knabe (90.).

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