Routinier Uli Hofmann war der bestplatzierte "Zuschauer" beim Sieg seiner Vorderleute

Das spielstarke Ensemble des TSV Motor Gispersleben hat nach dem 3:3 im Spitzenspiel gegen An der Lache/Concordia durch einen vollends ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg beim SV Alach die Tabellenführung in der Fußball-Kreisoberliga mit nun einem Zähler Vorsprung zurückerobert.

Gerade elf Spieler standen Alach-Coach Sven Schwens zur Verfügung. Und diese orientierten sich von Beginn an gen eigenen Strafraum, um die hoch frequentierten Angriffswellen des Favoriten in Empfang zu nehmen.

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Doch schon mit dem 0:2 Mitte der ersten Halbzeit waren die Erfolgsaussichten auf Zählbares quasi dahin. Nach einem Flankenball von der rechten Seite durch Michael Gorsboth schlug Patric Schenke das erste Mal zu, indem er souverän ins Eck abschloss (10.).

Beim zweiten Treffer stellte David Schönherr seine exzellente Schusstechnik unter Beweis: Er hämmerte den Ball aus 18 Metern in den Giebel (23.).

„Für uns konnte es gegen diese Überlegenheit eigentlich nur ein Hoch und Weit nach vorn geben. Letztlich hatten wir aber in den 90 Minuten nicht eine echte Torchance“, bilanzierte Schwens.

So verlebte Routinier Uli Hofmann im Gisperslebener Kasten einen sonnigen und fast schon gemütlich Ostermontag. Er hatte womöglich die beste Perspektive, um das ansehnliche Kombinationsspiel seiner Vorderleute zu begutachten.

Sie trafen nach dem seitenwechsel ein letztes Mal ins Schwarze, nachdem ein abgefangener Abstoß zum Bumerang für Alachs Hintermannschaft mutiert war. Patric Schenke versenkte den zuvor verlängerten Ball im langen Eck – 0:3 (56.).

Dass es für die Hausherren nicht weitaus dicker kam, hatten diese ihrem starken Keeper Karsten Lange zu verdanken.

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Haßleben fordert Gastgeber Großrudestedt, sucht sein Glück aber vergebens

Wesentlich offener konnte Schlusslicht Haßleben seine Partie in Großrudestedt gestalten – jedoch nicht erfolgreicher als Alach. Zweimal hatte der Gast beim Ex-Landesklässler geführt, schließlich dennoch mit 2:4 das Nachsehen.

„Heute traf der Spruch mal wieder zu: Wenn du unten stehst, hast du kein Glück. Ein Unentschieden hätte sich Haßleben redlich verdient gehabt“, urteilte Großrudestedt-Coach Matthias Grünbeck nach der Partie.

Maik Ruhrig hatte den Tabellenletzten bereits nach fünf Minuten im Anschluss nach einem Freistoß-Pfostentreffer per Abstauber in Front gebracht. Bei weiteren Standards präsentierten sich die Gäste torgefährlich. Doch blieb es bei der knappen Halbzeitführung.

Bemerkenswert auch, dass sie trotz den Ausgleichs von Benjamin Teuber postwendend antworteten: Einen lang gepassten Ball über die Abwehr hinweg hatte sich erneut Ruhrig erlaufen und per Heber das 1:2 erzielt (52.).

Wieder ließ Haßleben in der Folge Gelegenheiten auf eine höhere Führung liegen, sodass Björn Kunold per Kopf nach einem Eckball erneut ausgleichen konnte (2:2, 68.).

Drei Minuten später sah der Großrudestedter Verteidiger Michael Kirbst wegen einer Notbremse Rot. Aus dem in den Folgeminuten entstehenden Hin und Her gingen die zehn Hausherren als Sieger hervor, weil David Menge einmal mehr den Unterschied machte. Von Pascal Zellmann klug in Szene gesetzt, vollendete er eine Viertelstunde vor Schluss per Lupfer zur ersten Großrudestedter Führung.

Mit seinem Abschluss von der Mittellinie ins verwaiste Tor der ins volle Risiko gegangenen Haßlebener stellte Menge in der Nachspielzeit den Endstand her.

Alach – Gispersleben 0:3

Alach: Lange, D. Blasse, Klingstein, Hoyer, Mile, Seifert, Kiepfer, Ramsthaler, Seeliger, Poprawa, F. Blasse.

Gispersleben: Hofmann, Preuße, M. Reißmann (65. P. Reißmann), Hoffmann, Schönherr, Le Van, Reichl (60. Hagenbring), Urbach, Schenke, Dziony (71. Dziony), Gorsboth.

T.: 0:1 Schenke (10.), 0:2 Schönherr (23.), 0:3 Schenke (56.).

Großrudestedt – Haßleben 4:2

Großrudestedt: Baßler, Kirbst (71. RK), Kunold (90. Baumgart), Quatuor, Mörseburg, Zellmann, Berger, Menge, Teuber (82. Kretschmar), Herold, L. Hesse (62. P. Hesse).

Haßleben: Straube, Hertel, Samak, Sello, D. Kraft, Brück, Ruhrig (79. Michaelis), Markert, Kämmerer, Schiller (85. Quittschreiber), Hopfe.

T.: 0:1 Ruhrig (5.), 1:1 Teuber (52.), 1:2 Ruhrig (52.), 2:2 Kunold (68.), 3:2, 4:2 Menge (76., 90.+1).

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seitenwechsel hintertorkamerad