In der Hinrunde wechselhaft, starke Spiele gegen Augsburg und Köln, eine Schultereckgelenkssprengung, dann wieder wechselhafte Leistungen - unterbrochen von einem Muskelfaserriss - und dann die Rolle als Bankwärmer: So lässt sich der Saisonverlauf von Anastasios Donis in der laufenden Spielzeit beschreiben. Der Tiefpunkt unter dem zum 21. Spieltag neu verpflichteten Trainer Tayfun Korkut. Unter seiner Leitung kam Donis bis zum Spiel gegen Werder Bremen (2:0) am Wochenende auf nur 45 Minuten Spielzeit. In den vergangenen neun Spielen kam der Grieche zu gar keinem Einsatz mehr.

20 Minuten gegen Werder Bremen

Am Samstag war es dann so weit: In der 67.

Minute bat Korkut seinen Stürmer zum allerersten Mal zu sich an die Seitenlinie. Unter lautstarkem Empfang der VfB-Anhänger wurde "Tassos", wie er genannt wird, eingewechselt. Als zweite Spitze hinter Mario Gomez sollte der 21-Jährige mit seiner Schnelligkeit immer wieder für Entlastung sorgen und per Konter zum Abschluss kommen. Und wie: Den ersten Schuss parierte Werder-Torwart Pavlenka noch glänzend, der zweite Versuch ging knapp gegen den Kasten und bei der dritten Gelegenheit entschied sich der Stürmer gegen den Torschuss und damit für die uneigennützige Vorlage für Berkay Özcan, der freistehend für das 2:0 sorgte. Fazit: Quasi als Alleinunterhalter sorgte der Grieche für viel Schwung, beschäftigte die Bremer Abwehrreihe und empfahl sich für weitere Minuten. Ein gelungenes "Comeback" von Donis.

Was sagt Korkut über Donis?

„Es ist nicht zu übersehen, dass Tassos eine Waffe hat – die Geschwindigkeit. Die letzten zwei Wochen hat er gut trainiert", äußerte sich der Trainer zur der Personalie Donis nach dem Spiel gegenüber der "Bild". Ob Donis auch in den letzten drei Saisonpartien weitere Minuten erhält? Für ihn seien diese Spiele auf jeden Fall entscheidend in Bezug auf seine VfB-Zukunft. "Ich würde gerne bleiben, aber ich brauche auch die Möglichkeit zu spielen. Ohne die, denke ich, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich bleibe, gering. Die nächsten drei Spiele sind sehr wichtig für mich", sagte er nach der Partie.

Berkay Özcan - am liebsten zu Hause:

Für das 2:0 und damit die Entscheidung sorgte VfB-Talent Berkay Özcan. Der 20-Jährige pendelt in dieser Saison immer wieder zwischen Tribüne, Bank und Startelf. In den letzten drei Partien wurde er jeweils eingewechselt, gegen Werder Bremen schoss er sein erstes Bundesligator. Und wo? Natürlich im heimischen Stadion. Schon in der vergangenen Saison traf der Youngster zweimal - beide Male in der Mercedes Benz Arena. Damit stehen für Özcan drei (Heim)-Tore auf dem Konto.