Vor einigen Wochen kündigte Karl-Heinz Rummenigge an, dass der FC Bayern München in Zukunft auch 100 Million Euro für einen Spieler in die Hand nehmen werde, um in Europa wettbewerbsfähig zu bleiben und auch in Zukunft um die Champions League Krone mitspielen zu können (Rummenigge: Transfers für 80 bis 100 Million) [VIDEO].

Niederlage gegen Real Madrid sitzt tief

Auch wenn die deutsche Meisterschaft bereits früh eingetütet wurde und auch der DFB-Pokal im Finale gegen Eintracht Frankfurt am morgigen Samstag in greifbarer Nähe erscheint, so sitzt der Stachel der Niederlage im Champions League Halbfinale gegen Real Madrid tief.

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Der eigene Anspruch der Bayern ist es, jedes Jahr um Europas Krone mitzuspielen. Der Transfermarkt hat sich in den letzten Jahren rasant in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr viele Vereine mitgehen können.

Wurden für einen mittelmäßigen Spieler noch vier bis fünf Million Euro bezahlt, sind es heute eher zehn bis 15 Million. Dementsprechend ist es fast unausweichlich, dass die Münchener in Zukunft für einen Spieler Ablösen um die 100 Million Euro zahlen müssen und auch werden.

Die 42 Million Ablöse, die als Kaufoption bei der Leihe von James Rodriguez festgelegt wurde, scheint fast schon lächerlich. Es gilt als sicher, dass die Münchener diese auch ziehen werden. Der ablösefreie Wechsel von Leon Goretzka zu den Bayern steht ebenfalls fest. Ebenso die Rückkehr von Leihspieler Serge Gnabry, der die Flügel der Bayern beleben soll. In Hoffenheim zeigte seine Formkurve gegen Ende der Saison steil nach oben. Auch wenn Franck Ribery und Arjen Robben ihre Verträge noch einmal um ein Jahr verlängert haben (Robbery sollen verlängern) [VIDEO], so ist eine Verjüngung der Außenbahnen bei den Münchenern unausweichlich.

Ein Name, der in diesem Zuge immer wieder gehandelt wurde ist Antoine Griezmann von Atletico Madrid. Ab dem 1. Juli darf dieser den Verein für festgeschriebene 100 Million Euro verlassen. Dass die Bayern sich den Zuschlag sichern können scheint - Stand heute - jedoch mehr als unwahrscheinlich. Gerüchten zufolge ist sich der FC Barcelona mit Griezmann bereits einig, einzig der Zeitpunkt des Wechsels wird noch hinausgezögert.

Kommt ein Flügelspieler von Barca?

Sobald der Wechsel von Griezmann nach Barcelona durch ist, wird es für einen anderen Spieler schwierig, sich bei den Blaugrana durchzusetzen: Ousmane Dembele. Noch im letzten Sommer machte Barca ihn bis zum Wechsel von Neymar zu Paris zum teuersten Spieler der Welt und überwies 110 Million Euro an Borussia Dortmund. Zurückzahlen konnte Dembele diese Ablöse bislang nicht. Eine Verletzung warf den Außenstürmer monatelang zurück, zudem hatte er immer wieder mit der Fitness Probleme. Barca stellte ihm eigens einen Ernährungsberater zur Seite, was Dembele gar nicht gefiel.

Gerüchten zufolge soll er sich weiterhin von Gegrilltem ernähren.

Kommt Griezmann, ist für Dembele die Tür für einen Wechsel weit geöffnet. Ab 80 Million Euro soll man gesprächsbereit sein. Laut Don Balon ist der FC Bayern bereit, diese Summe für den französischen WM-Fahrer auf den Tisch zu legen. Allen Querelen zum Trotz, ist Dembele eines der größten Talente in Europa und in Topform von kaum einem Verteidiger zu stoppen. Die Bundesliga kennt er zudem bestens aus seiner Zeit beim BVB.

Es ist mehr als fraglich, ob die Münchener das Risiko eines bekannten Problemspielers wirklich eingehen würden. Als Dembele sich im letzten Sommer aus seinem Vertrag in Dortmund heraus streikte, äußerte sich Uli Hoeneß mehr als kritisch zu dem Vorgehen und betonte, dass ein Spieler mit einem solchen Verhalten in München seinen Vertrag aussitzen müsste und für jeden Tag, an dem er fehle, mit einer saftigen Geldstrafe rechnen müsse. Somit ist es kaum vorstellbar, dass ebendieser Spieler nur ein Jahr später bei den Bayern anheuert.