„Uns lag im Winter ein konkretes Angebot aus Italien über 30 Millionen Euro vor“, sagte Alexander Rosen kurz nach Toresschluss der abgelaufenen Bundesliga-Saison zur Offerte eines italienischen Spitzenklubs für Angreifer Andrej Kramaric. Der Manager der TSG Hoffenheim weiter: „Das war für uns aber keine Option.“

Nach dem Wagner-Verkauf stand einer von Kramaric nicht zur Debatte

Diese Aussage hatte indes nichts mit irgendwelcher Hochnäsigkeit der Sinsheimer zu tun. Vielmehr war zu jenem Zeitpunkt gerade Sandro Wagner für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern München abgewandert, einen weiteren Top-Stürmer zu verkaufen stand angesichts der überaus schweren Aufgabe, sich überhaupt für das internationale Geschäft zu qualifizieren, nicht zur Debatte.

Und die Rechnung ging mehr als auf: Durch das 3:1 am Abschlussspieltag gegen Borussia Dortmund erreichte die TSG als Tabellendritter gar die Championsleague, in der es Mehreinnahmen von 20 bis 25 Millionen geben wird.

TSG-Manager Rosen spricht von einer möglichen Schmerzgrenze

Ob Kramaric dann jedoch immer noch das Trikot der Hoffenheimer tragen wird, ließ Rosen zumindest ein Stück weit offen. „Was passiert, wenn ein 50-Millionen-Angebot kommt“, stellte er die Frage, um sich selbst zu entgegnen: „Ich weiß es nicht! Vielleicht gibt es irgendwo Grenzen, wo Dinge nicht zu stoppen sind.“ Maßgeblich abhängig dafür dürften die Auftritte des Angreifers bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sein. Überständen die Kroaten auch dank seiner Tore die schwierige Vorrundengruppe mit Argentinien, Island sowie Nigeria und wichen sie womöglich im Achtelfinale den als einen der Top-Favoriten gehandelten Franzosen aus, dürfte er bei weiteren Spitzenvereinen ins Blickfeld schießen.

Kramaric brachte es auf 33 Tore und 20 Assists

In Hoffenheim war er in der Saison 2015/16 aufgetaucht, in deren Winterpause Kramaric vom späteren englischen Meister Leicester City ausgeliehen wurde. Ein halbes Jahr später zog der Bundesligist die Kaufoption – für etwa elf Millionen Euro, wie jüngst TSG-Mäzen Dietmar Hopp verriet.

Spätestens im Sommer 2018 hat sich die Investition gelohnt: Seit er in Hoffenheim spielt, brachte es Andrej Kramaric auf 33 Treffer und 20 Assists.

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