Neuer erstmals gegen U20 wieder im Tor

Manuel Neuer [VIDEO] musste 254 Tage lang nach seinem letzten Pflichtspiel warten. Montagabend kehrte er nach drei Mittelfußbrüchen wieder zu seinem angestammten Platz zwischen den Pfosten zurück. Neuer wurde auch im Testspiel gegen die U20 aufs Genaueste beobachtet: jedes noch so kleine Detail, das heißt Gestik, Mimik, Körpersprache. Auch wenn er es vielleicht nicht selbst wahrhaben möchte, steht Neuer im Mittelpunkt des momentanen Trainingslagers des DFB-Teams in Südtirol.

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Nach seiner Verletzung bei den Bayern im September, die ihn zu einer achtmonatigen Zwangspause verdammte, war bis vor wenigen Wochen das Schlimmste befürchtet worden: dass Neuer für die WM in Russland auszufallen droht.

''Als wäre er nie weg gewesen''

Zum jetzigen Zeitpunkt aber ist Neuer beinahe wiederhergestellt, wenn man den Worten von Torwart-Trainer Andreas Köpke Glauben schenkt: „Bei Sprungkraft und Beweglichkeit ist es als wäre er nie weg gewesen. Es ist kein Unterschied zu sehen, er nimmt auch keine Schonhaltung ein.“ Neuer absolvierte die zweite Halbzeit zwar ohne Gegentor, jedoch wurde er in dem Test auch kaum gefordert. Dennoch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Welttorhüter nach dem voraussichtlichen ersten Härtetest gegen Österreich auch am 17. Juni gegen Mexiko seinen Platz als etatmäßige Nummer 1 einnehmen wird. Jedoch wird er sich bis dahin keinerlei Trainingsrückschläge erlauben dürfen, obwohl mit Marc-André ter-Stegen ein kaum schlechterer Ersatz bereitstünde.

Neuer gilt als bester seiner Art

Neuer ist nicht nur Kapitän der Nationalmannschaft, er gehört zu den unverzichtbaren Stützen beim WM-Titel 2014. Er demonstrierte nochmal vor einem Milliardenpublikum das moderne Torwartspiel, revolutionierte es gar. Neuer war der Erste seiner Art, der in Antizipation seiner Gegenspieler nicht selten bis in die Nähe des Mittelkreises sprintete, um Angriffen vorzubeugen (man denke nur an Algerien) und mit präzisen Pässen über 60 oder 70 Meter selbst Torchancen einleiten kann.

Was man bis zu seinen Verletzungen beim FC Bayern in nahezu jedem Spiel auch beobachten konnte, war seine enorme Ruhe am Ball, sowieso seine technischen Fähigkeiten, mit denen es ihm auf höchstem Niveau gelingt, sich aus Pressing-Situationen mehr oder minder mühelos zu befreien. Das ist es letztendlich auch, was ihn für das Nationalteam so unverzichtbar macht und warum seine Präsenz sich auf das Spiel einer ganzen Mannschaft auswirken kann.