Viele überraschende Nichtnominierungen

Die Weltmeisterschaft 2018 rückt immer näher und mittlerweile haben alle Nationaltrainer zumindest die vorläufigen Kader bekannt gegeben. Und dabei gab es jede Menge Überraschungen. Spanien beispielsweise schockte mit gleich mehreren großen Überraschungen. Nationaltrainer Julen Lopetegui verzichtet auf Stars wie Alvaro Morata, Hector Bellerin, Cesc Fabregas, Marcos Alonso, Juan Mata oder den Katalanen Sergi Roberto. Der Europameisterschaftsgastgeber 2016 Frankreich dürfte diese Überraschungen nochmal toppen. Coach Didier Deschamps verzichtet auf Weltstars wie Karim Benzema, Anthony Martial, Kingsley Coman, Adrien Rabiot oder auch Alexandre Lacazette vom FC Arsenal.

Die größte Überraschungen im Team Argentiniens ist die Nichtberücksichtigung vom Torschützenkönig der italienischen Liga, Mauro Icardi. Der Angreifer von Inter Mailand spielte eine überragende Saison und war der Hauptfaktor für die Champions League Qualifizierung seines Teams. Bei Brasilien wird Abwehrstar David Luiz fehlen und auch der Bundesliga-Verteidiger Naldo bekam keine Einladung von Tite. Deutschlands größte Überraschung ist Sandro Wagner. Obwohl der Bayernstürmer den Weltmeister zur Qualifikation schoss, wurde er von Jogi Löw nicht einberufen. Der 30-Jährige schoss während der Qualifikation die meisten Tore aller deutschen Spieler. Bei Schweden fehlt Zlatan Ibrahimovic, der zunächst zurückgetreten war und dann wieder für Gerüchte sorgte. England verzichtet auf den Gunner Jack Wilshere, der sich in den sozialen Netzwerken enttäuscht und ohne Verständnis zeigte.

Doch die größte Überraschung bescherte Belgiens Nationaltrainer Martinez den Fans, indem er Mittelfeldsuperstar Radja Nainggolan nicht nominierte. Damit hat wirklich niemand gerechnet.

Nainggolan kann die Entscheidung überhaupt nicht verstehen - ZURECHT!

Nach der Bekanntgabe kündigte der Mittelfeldmotor vom AS Rom gleich seinen Rücktritt an. Als Grund für die Nichtberücksichtigung nannte Martinez taktische Gründe. Nun äußerte sich der 30-Jährige, für den ein Kindheitstraum geplatzt ist, nochmal zur Entscheidung seines ehemaligen Nationaltrainers:.„Ich hatte nie ein Problem mit den anderen Spielern. Ich hatte auch nie Probleme mit dem taktischen Spiel. Daher weiß ich nicht, was er da am Suchen war. Aber ich finde, dass ich im Kader gesetzt hätte sein müssen, auf Basis meiner Qualitäten und den Spielen, die ich gespielt habe. [...] Ich durfte mich nie beweisen.“

Zu seinem Rücktritt sagte er schließlich noch folgendes:"Es ist ein bisschen wie bei einem Kranken: Wenn der in einem Krankenhaus liegt, kämpft er gegen den Tod. Aber an einem gewissen Punkt gibt er auch auf. So ist es jetzt auch bei mir. Es ist genug.[VIDEO]

Statt Radja Nainggolan entschied sich Martinez für Manchester Uniteds Fellaini und den in China spielenden Witsel. [VIDEO]