Nach dem bitteren Aus in der Champions League laufen beim FC Bayern München die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. Neben den vakanten Positionen müssen die Münchener auch mit Abgängen rechnen, auch wenn man stets betont kein Verkäuferverein zu sein. Es muss immer bedacht werden, dass man sich mit einem unzufriedenen Star Unruhe in die Mannschaft holt.

Wie plant Kovac?

Wie der neue Trainer Nico Kovac mit der Mannschaft plant, ist noch völlig offen. Bei Eintracht Frankfurt glänzt er mit taktischer Variabilität, lässt auch des öfteren mit zwei Stürmern spielen. Sollte er dies auch bei den Bayern in Betracht ziehen, so muss noch weiterer Stürmer her.

Serge Gnabry könnte diese Position zwar auch besetzen, würde dann jedoch auf den Flügeln fehlen. Diese sind mit Kingsley Coman und den sehr verletzungsanfälligen Alt-Stars Franck Ribery und Arjen Robben schon dünn besetzt. Will man in der Königsklasse nicht den Anschluss verlieren, muss man auf jeden Fall in der Offensive nachbessern.

Stars könnten verkauft werden

Die beiden Halbfinalspiele gegen Real Madrid haben gezeigt, dass den Münchenern für den ganz großen Coup noch etwas fehlt. Der Wunsch, wieder größere Chancen auf den Champions League Titel zu bekommen, wird bei dem einen oder anderen Spieler zu der Überlegung führen, eine neue Herausforderung zu suchen. Der Beraterwechsel von Robert Lewandowski deutet schon jetzt an, dass sich die Bayern im kommenden Sommer mit dem Abwanderungswunsch des polnischen Stürmers auseinandersetzen müssen.

Sein neuer Berater Pini Zahavi ist dafür bekannt, den Willen seiner Schützlinge durchzusetzen. "Ihn wollen die besten Vereine der Welt haben. Real Madrid? Wir werden sehen", gab Zahavi vielsagend zu Protokoll (Lewandowski hat sich für Wechsel entschieden).

Auch Jérôme Boateng kokettierte vor Kurzem öffentlich mit einem Wechsel: "Ich habe beim FC Bayern alles erlebt. Und so komme ich langsam an den Punkt, an dem ich gewisse Fragen für mich beantworten muss: Was sind meine noch nicht erreichten Ziele? Möchte ich mich immer wieder beim gleichen Klub mit den gleichen Voraussetzungen beweisen?", so Boateng im Interview mit dem Magazin Soctares (Verlässt Boateng die Bayern?) [VIDEO].

Bayern beobachten neuen Star

Für den Fall eines Abgangs von Boateng ist der FC Bayern offenbar vorbereitet. Mit Matthijs De Ligt von Ajax Amsterdam ist ein Spieler in den Fokus gerückt, der trotz seiner gerade einmal 18 Jahre schon viel Erfahrung im internationalen Fußball sammeln konnte. Er gilt als eines der größten Abwehrtalente der Welt und hat bei den Niederländern noch einen Vertrag bis 2021. Sein aktueller Marktwert liegt bei 25 Million Euro, eine eventuelle Ablösesumme dürfte auf Grund der langen Restlaufzeit weitaus höher liegen. Die Höhe der Ablösesumme bei einem eventuellen Boateng-Verkauf dürfte De Ligt jedoch nicht erreichen.