FC Barcelona 2:2 Real Madrid

Das 2:2 im letzten El Clasico zwischen Gastgeber FC Barcelona und dem Auswärtsteam Real Madrid war mit Abstand das spannendste der letzten Aufeinandertreffen. Das Spektakel wurde allerdings überschattet von vielen fatalen Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Der einzige Trost ist wohl, dass beide Seiten relativ gleichmäßig benachteiligt wurden.

Und wie es sich für ein richtiges Derby gehört, war auch die Stimmung zwischen den 22 Feldspielern heiß! Immer wieder kam es zu Rudelbildungen, kleineren Wortgefechten und heftigen Fouls, doch solange es sportlich bleibt, gehört das bei solch einem Spiel einfach dazu!

Iniesta wird sicherlich etwas fehlen

Das traurigste nach dem El Clasico war sicherlich der Fakt, dass Superstar Andres Iniesta nie wieder bei dieser Begegnung dabei sein wird.

Der spanische Nationalspieler wird die Katalanen im Anschluss an die Saison verlassen. Der 33-Jährige kommt aus der eigenen Jugendabteilung und ist seit 16 Jahren fester Bestandteil des Kaders. Er ist einer der wenigen, die übrig geblieben sind aus einer goldenen Ära. Als Kapitän führte er sein Team gestern im Camp Nou bis zu seiner Auswechslung in der 58. Minute. Das ganze Stadion erhob sich und applaudierte dem Maestro zu. Ein ebenbürtiger Abschied für einen der beliebtesten Spieler unserer Zeit. Selbst Real Madrid Fans klatschten für den zentralen Mittelfeldspieler. Andres Iniesta kam in seiner Karriere auf 672 Pflichtspiele für die Katalanen. Dabei gelangen ihm 57 Tore und 141 Vorlagen.

Ramos: "Ich habe meinen Teamkollegen gesagt, dass sie den Ball nicht ins Aus spielen sollen, weil ich Luis Suarez kenne!"

Einer der größten Aufreger der gestrigen Partie spielte sich in der Schlussphase ab.

Nach einer Szene blieb der Uruguayer Luis Suarez verletzt am Boden liegen, doch die Madrilenen spielten den Ball nicht ins Aus und ernteten dafür jede Menge Pfiffe. Nachdem das Spiel dann unterbrochen wurde, waren einige Katalanen außer sich. Der zwischenzeitlich eingewechselte Paulinho ging Lukas Vazquez, der zuletzt am Ball war und die Kugel nicht ins Aus beförderte, heftig an. Wie die Marca nun berichtet, spielte der spanische Rekordmeister einfach weiter, weil es Abwehr-Chef Sergio Ramos seinen Teamkollegen befahl. "Ich kenne Luis Suarez, deswegen habe ich meinen Jungs klar gemacht, dass wir das Spiel nicht unterbrechen werden. Wir wussten, dass es keine ernste Verletzung war, deshalb spielten wir den Ball auch nicht raus. Nicht, weil wir es nicht tun wollten, sondern weil ich [VIDEO] wusste, dass er nichts [VIDEO] hat", so Sergio Ramos.